Ausgabe Sept. 2010
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Die erektile Dysfunktion (Potenzprobleme)
Der Mythos des Mannes, der immer will und immer kann, hält sich hartnäckig. In Wirklichkeit sind Potenzstörungen jedoch keine Seltenheit. Studien zufolge haben in Deutschland rund 20 Prozent aller Männer zwischen 40 und 80 Jahren Probleme mit ihrer Potenz. (1) Stress und eine ungesunde Lebensweise, aber auch einige körperliche Erkrankungen wie Diabetes können mit einer Erektionsschwäche verbunden sein. In den meisten Fällen sind Potenzstörungen heute gut behandelbar, vor allem mit neuen Medikamenten, die unkompliziert als Tablette eingenommen werden können, schnell wirken und über mehrere Stunden eine Erektion ermöglichen.

Auf und Ab - Die Erektion
Eine Erektion entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel von sexueller Stimulation, Nervensignalen, der Freisetzung von Botenstoffen und deren Wirkung auf die Muskulatur im Penis. Zunächst löst ein sexueller Reiz (z.B. der Anblick einer hübschen Frau, ein Geruch oder eine Berührung) im Gehirn des Mannes Nervenimpulse aus, die in den Genitaltrakt weitergeleitet werden. Daraufhin erschlafft die glatte Penismuskulatur, die Arterien im Glied weiten sich und füllen die Schwellkörper mit Blut. Gleichzeitig wird zusätzlich der Blutabfluss aus dem Penis gedrosselt. Dafür sorgt ein körpereigenes Enzym, das zyklische Guanosinmonophosphat (cGMP).

Bei der Rückbildung der Erektion wird ein anderes Enzym aktiv, die Phosphodiesterase 5 (PDE-5). Sie baut den „Steifmacher“ cGMP ab und ermöglicht dadurch, dass das gestaute Blut aus den Schwellkörpern wieder abfließen kann. Die glatte Penismuskulatur strafft sich und der Penis erreicht wieder den Normalzustand.

Lesen Sie ausserdem in unserem Special "Erektile Dysfunktion Spezial"

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