Acetylsalicylsäure (z.B. in Aspirin) erhöht Anfallrisiko bei Asthma

21 Prozent der Erwachsenen reagieren sensibel

Doppelt so viele Asthmapatienten wie bisher angenommen laufen nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure (z.B. in Aspirin) Gefahr einen Anfall zu erleiden. Eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie geht davon aus, dass einer von fünf Patienten gefährdet ist. Viele dieser Menschen seien sich dieses Risikos allerdings nicht bewusst. Das aus Wissenschaftlern des King's College Hospital und des Royal Prince Alfred Hospital bestehende Team warnt davor, dass auch andere entzündungshemmende Mittel wie Ibuprofen ebenfalls einen Asthmaanfall auslösen können.



Die Forscher untersuchten 21 Studien asthmatischer Patienten. Es zeigte sich, dass 21 Prozent der Erwachsenen und fünf Prozent der Kinder auf Acetylsalicylsäure sensibel reagierten. Als Alternative zu Acetylsalicylsäure bietet sich laut BBC Paracetamol an, auf das nur sieben Prozent der erwachsenen Teilnehmer reagierten. Die Wissenschaftler fordern, dass Schmerzmittel nur noch mit entsprechenden Warnhinweisen für Asthmatiker verkauft werden sollen. John Costello King's College Hospital betonte, dass auch Ärzte diesem Phänomen verstärkte Aufmerksamkeit schenken müssten. "Asthmapatienten, die über eine Verschlechterung ihres Zustandes klagen, müssen die richtigen Fragen gestellt werden." Zusätzlich sollten auch sie vor den möglichen Risiken einer Einnahme warnen. (nach pte)

Nähere Informationen unter:
http://bmj.bmjjournals.com
http://www.bbc.co.uk
http://www.kcl.ac.uk
http://www.cs.nsw.gov.au/rpa


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