Pollenallergie
Hier erfahren Sie von einem Experten, was Menschen mit Allergienund Asthma im Frühling beachten sollten / Eine Tablette kanngleichzeitig gegen zwei quälende Leiden helfen
Ausgerechnet, wenn sich der Frühling von seiner schönsten Seitezeigt, mit grünen Wiesen und blühenden Bäumen, beginnt für rund zwölfMillionen Frauen und Männer hierzulande eine Zeit des Leidens. Stattdraußen die strahlende Sonne zu genießen, ziehen sie sich in ihrevier Wände zurück, weil ein Aufenthalt im Freien ihnen Problemebereitet. Ja, die frische Luft: Sie ist in diesen Tagen voller Pollenund Blütenstaub und wird dadurch für Asthmapatienten, die an einer"allergischen Rhinitis", zu Deutsch Heuschnupfen leiden, zu einererheblichen Belastung.
Für viele der Pollenallergiker sind die Probleme nicht allein aufdie Nase beschränkt. Nach aktuellen Erkenntnissen der Medizin sindnämlich Heuschnupfen und Asthma eng miteinander verwandt. WieProfessor Dr. Claus Bachert von der Universität Gent bei einemAllergiekongress in Aachen berichtete, gilt Heuschnupfen heute alswichtiger Risikofaktor für ein späteres Asthma: Ca. 30 Prozent derMenschen, die Heuschnupfen haben, entwickeln auch Asthmasymptome.Umgekehrt leidet die Mehrzahl der Patienten mit allergischem Asthmaauch an Symptomen einer Rhinitis.
Bei vielen Patienten kann der Heuschnupfen die Asthmasymptome nochverstärken. Sie sollten sich am besten schon vorher auf diePollensaison vorbereiten, empfiehlt Professor Dr. Wolfgang Petro,Medizinischer Direktor der Klinik Bad Reichenhall, einer Fachklinikfür Erkrankungen der Atmungsorgane, Allergien und Orthopädie. Hierdie Empfehlungen des renommierten Experten:
1. Warten Sie nicht solange, bis sich die ersten Niesattackeneinstellen, sondern gehen Sie schon vorher zum Arzt und lassen Siesich über eine geeignete Behandlung beraten. Für Patienten, die anAsthma und Heuschnupfen leiden, gibt es mehrereBehandlungsmöglichkeiten. Mit dem Wirkstoff Montelukast können nun bei Asthmapatienten über 15 Jahren gleichzeitigauch die Symptome einer saisonalen allergischen Rhinitis behandeltwerden. Denn sowohl für Asthma als auch für Heuschnupfen sindbestimmte Botenstoffe, die so genannten Leukotriene, an der zugrundeliegenden Entzündung maßgeblich beteiligt. Montelukast ist der ersteund einzige Wirkstoff, der diese Botenstoffe blockieren kann.
2. Wenn Sie Pollenallergiker sind, verzichten Sie im Frühjahrmöglichst auf Spaziergänge unter blühenden Bäumen, insbesondere Erle,Hasel oder Birke. Meiden Sie im Sommer Wiesen, Getreidefelder und Heuund betreten Sie im Spätsommer kein Ödland, weil dort oft Kräuter,Beifuß und Wegerich blühen.
3. Halten Sie den Rasen in Ihrem Garten kurz, damit er nicht zumBlühen kommt. Auch Ihre Nachbarn sollten Sie darum bitten.
4. Genießen Sie die Regentage! Spaziergänge, Ausflüge undRadtouren sollten Sie am besten nach einem Regenguss unternehmen, inden frühen Morgenstunden oder am Abend, nicht jedoch am Vormittag undauch nicht an sonnigen und windigen Tagen.
5. Benutzen Sie nur Staubsauger, die intakte Filter haben. Sonstkönnten die von draußen einge-schleppten Pollen auch in der Wohnungaufgewirbelt werden.
6. Lassen Sie den Rasen von jemand mähen, der auf Pollen nichtallergisch reagiert.
7. Wechseln Sie staubige Kleidung und Schuhe nie im Schlafzimmer.
8. Halten Sie die Fenster nachts unbedingt geschlossen.
9. Denken Sie beim Lüften der Wohnung daran: In ländlichenGegenden ist die Pollenbelastung in den frühen Morgenstunden amstärksten, in Großstädten dagegen in den Abendstunden.
10. Halten Sie in Ihrem Auto Fenster und Schiebedach geschlossenund schalten Sie beim Fahren das Lüftungsgebläse nur dann ein, wennes unbedingt nötig ist. Spezielle Pollenfilter oder eine Klimaanlagesind eine sinnvolle Anschaffung.
11. Beachten Sie die örtlichen Pollenfluginformationen in denZeitungen und im Rundfunk.
12. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Urlaubsplanung denPollenflugkalender und verbringen Sie ihre Ferien in pollenarmenGegenden wie dem Hochgebirge oder an der See.
(ots)
Ausgerechnet, wenn sich der Frühling von seiner schönsten Seitezeigt, mit grünen Wiesen und blühenden Bäumen, beginnt für rund zwölfMillionen Frauen und Männer hierzulande eine Zeit des Leidens. Stattdraußen die strahlende Sonne zu genießen, ziehen sie sich in ihrevier Wände zurück, weil ein Aufenthalt im Freien ihnen Problemebereitet. Ja, die frische Luft: Sie ist in diesen Tagen voller Pollenund Blütenstaub und wird dadurch für Asthmapatienten, die an einer"allergischen Rhinitis", zu Deutsch Heuschnupfen leiden, zu einererheblichen Belastung.
Für viele der Pollenallergiker sind die Probleme nicht allein aufdie Nase beschränkt. Nach aktuellen Erkenntnissen der Medizin sindnämlich Heuschnupfen und Asthma eng miteinander verwandt. WieProfessor Dr. Claus Bachert von der Universität Gent bei einemAllergiekongress in Aachen berichtete, gilt Heuschnupfen heute alswichtiger Risikofaktor für ein späteres Asthma: Ca. 30 Prozent derMenschen, die Heuschnupfen haben, entwickeln auch Asthmasymptome.Umgekehrt leidet die Mehrzahl der Patienten mit allergischem Asthmaauch an Symptomen einer Rhinitis.
Bei vielen Patienten kann der Heuschnupfen die Asthmasymptome nochverstärken. Sie sollten sich am besten schon vorher auf diePollensaison vorbereiten, empfiehlt Professor Dr. Wolfgang Petro,Medizinischer Direktor der Klinik Bad Reichenhall, einer Fachklinikfür Erkrankungen der Atmungsorgane, Allergien und Orthopädie. Hierdie Empfehlungen des renommierten Experten:
1. Warten Sie nicht solange, bis sich die ersten Niesattackeneinstellen, sondern gehen Sie schon vorher zum Arzt und lassen Siesich über eine geeignete Behandlung beraten. Für Patienten, die anAsthma und Heuschnupfen leiden, gibt es mehrereBehandlungsmöglichkeiten. Mit dem Wirkstoff Montelukast können nun bei Asthmapatienten über 15 Jahren gleichzeitigauch die Symptome einer saisonalen allergischen Rhinitis behandeltwerden. Denn sowohl für Asthma als auch für Heuschnupfen sindbestimmte Botenstoffe, die so genannten Leukotriene, an der zugrundeliegenden Entzündung maßgeblich beteiligt. Montelukast ist der ersteund einzige Wirkstoff, der diese Botenstoffe blockieren kann.
2. Wenn Sie Pollenallergiker sind, verzichten Sie im Frühjahrmöglichst auf Spaziergänge unter blühenden Bäumen, insbesondere Erle,Hasel oder Birke. Meiden Sie im Sommer Wiesen, Getreidefelder und Heuund betreten Sie im Spätsommer kein Ödland, weil dort oft Kräuter,Beifuß und Wegerich blühen.
3. Halten Sie den Rasen in Ihrem Garten kurz, damit er nicht zumBlühen kommt. Auch Ihre Nachbarn sollten Sie darum bitten.
4. Genießen Sie die Regentage! Spaziergänge, Ausflüge undRadtouren sollten Sie am besten nach einem Regenguss unternehmen, inden frühen Morgenstunden oder am Abend, nicht jedoch am Vormittag undauch nicht an sonnigen und windigen Tagen.
5. Benutzen Sie nur Staubsauger, die intakte Filter haben. Sonstkönnten die von draußen einge-schleppten Pollen auch in der Wohnungaufgewirbelt werden.
6. Lassen Sie den Rasen von jemand mähen, der auf Pollen nichtallergisch reagiert.
7. Wechseln Sie staubige Kleidung und Schuhe nie im Schlafzimmer.
8. Halten Sie die Fenster nachts unbedingt geschlossen.
9. Denken Sie beim Lüften der Wohnung daran: In ländlichenGegenden ist die Pollenbelastung in den frühen Morgenstunden amstärksten, in Großstädten dagegen in den Abendstunden.
10. Halten Sie in Ihrem Auto Fenster und Schiebedach geschlossenund schalten Sie beim Fahren das Lüftungsgebläse nur dann ein, wennes unbedingt nötig ist. Spezielle Pollenfilter oder eine Klimaanlagesind eine sinnvolle Anschaffung.
11. Beachten Sie die örtlichen Pollenfluginformationen in denZeitungen und im Rundfunk.
12. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Urlaubsplanung denPollenflugkalender und verbringen Sie ihre Ferien in pollenarmenGegenden wie dem Hochgebirge oder an der See.
(ots)

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