Darmkrebs

Neben der regelmäßigen Krebsvorsorge-Untersuchung beim Arzt sollte jeder zusätzlich für sich und seinen Körper etwas tun, indem Risikofaktoren, beispielsweise in der Ernährung und der Lebensweise vermieden oder beseitigt werden. Sowohl Bewegungsmangel als auch Übergewicht, langjähriger Alkohol- und Nikotinkonsum erhöhen das Krankheitsrisiko. Sinnvoll ist es, auf die Ernährung zu achten, auf ein zuviel an Fleisch und tierischen Fetten zu verzichten und statt dessen zu Obst, Gemüse und Ballaststoffen zu greifen. "Ich kann allen nur raten, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Denn, nur so kann man sich auch wirklich sicher sein, nicht an Darmkrebs erkrankt zu sein", unterstreicht Prof. Dr. Gereon Börsch, Klinikdirektor der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie am Elisabeth-Krankenhaus in Essen, die Wichtigkeit der Prävention. "Es gibt verschiedene Methoden der Früherkennungsuntersuchung, deren Ergebnisse eine unterschiedliche Aussagekraft haben. Die sicherlich einfachste und kostengünstigste Untersuchung ist ein Hämocculttest, den jeder Hausarzt durchführen kann. Bei diesem harmlosen Test, werden Stuhlproben auf verstecktes Blut untersucht. Blutungen im Darm, auch kleinste Mikroblutungen, können z.B. durch Fissuren der Darmschleimhaut oder durch Tumorwachstum und Zerstörung kleiner Gefäße entstehen.



Es hat sich jedoch gezeigt, dass nur etwa 35 Prozent aller Darmkrebserkrankungen durch diese Untersuchungsmethode entdeckt werden. Die eindeutig sicherste Methode, mit der fast alle Tumore erkennbar sind, ist die Darmspiegelung. Bis zu 90 Prozent aller tödlich verlaufenden Darmkrebserkrankungen wären durch regelmäßige Darmspiegelungen (Koloskopie), die spätestens alle 7 bis 10 Jahre wiederholt werden sollten, zu verhindern. Um eine mögliche Erkrankung so früh wie möglich von einem Arzt diagnostizieren und behandeln zu lassen, sollte jeder auch auf kleinste Anzeichen achten: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, die oftmals als harmlos eingestuft werden, sollten ernst genommen werden. Besser einmal zu viel zum Arzt als zu wenig."

(EKE)


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