Herzinfarkt
Mit fittem Herz in den Frühling starten - Mittelmeerkost sei Dank
"Schau mal Schatz, das ist doch genau das Richtige für uns, ‚Ran an die Töpfe. -Schlemmen Sie sich gesund'", wir wollten doch dieses Frühjahr etwas für unsere Gesundheit tun", versucht Gesine S. ihren Mann für einen etwas anderen Kochkurs zu begeistern. "Ja aber, ich dachte da eher an Sport, Joggen oder Schwimmen, von mir aus auch Radfahren, aber kochen für die Gesundheit?" zweifelt ihr Ehemann Horst. "Hört sich doch gut an, ‚Herzgesund und mopsfidel mit den richtigen Lebensmitteln - mediterrane Küche macht fit und schmeckt'. Ich weiß noch, wie sehr du von dem leckeren Essen im letzten Italienurlaub geschwärmt hast. Laufen könnten wir doch trotzdem", Gesine S. bleibt hartnäckig. Schließlich willigt der Gatte in eine Schnupperkochstunde ein. Womit er nicht nur seiner Frau einen Gefallen getan hat, sondern schnell merken wird, wie viel Positives man mit der richtigen Ernährung für seine Gesundheit bewirken kann.
"Die meisten Menschen essen viel zu viel und vor allem das Falsche, und das schadet dem ganzen Organismus," erläutert Prof. Dr. Georg V. Sabin, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Elisabeth-Krankenhauses Essen. "In meiner Praxis erlebe ich es jeden Tag. Bei Patienten, die mit einer koronaren Herzerkrankung oder dem Verdacht eines Herzinfarktes zu uns kommen, stellt sich oft bei der Anamnese heraus, dass sie neben einem stressigen Alltag keinen Sport treiben und sich zudem falsch ernähren. Vor allem mit zu viel ungesunden gesättigten Fetten, die in Butter, Sahne und Fleisch zu finden sind und sich ebenfalls in unüberschaubaren Mengen in Käse, Wurstwaren, Süßigkeiten und Fast Food verstecken. Anstatt in der Mittagspause einen leichten Salat oder Obst zu essen, werden Burger oder Fertiggerichte verschlungen. Gerade diese gesättigten Fette sind aber mitverantwortlich für koronare Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Dabei ist es ganz einfach: Mit einer ausgewogenen Ernährung kann jeder seine Gesundheit, Körpergewicht, Blutdruck und Fettstoffwechsel äußerst positiv beeinflussen und das Leben verlängern. Die Lösung heißt Mittelmeerkost. Denn die mediterrane Küche bietet einen nicht nur gesunden, sondern auch sehr abwechslungsreichen Speiseplan, in dem wenig Fleisch, dafür Getreide, viel frisches Obst und Gemüse, Meeresfische und -früchte und kaltgepresstes Olivenöl sowie Knoblauch die Hauptrolle spielen. Es ist vielfach untersucht und wissenschaftlich erwiesen, dass Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall im Mittelmeerraum deutlich seltener vorkommen als in unseren nordeuropäischen Breitengraden. Sicherlich spielt auch die mediterrane Lebensführung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Noch ist eine ausgiebige Siesta leider nicht auf unseren Arbeitsalltag übertragbar, eine Ernährungsumstellung hin zu gesünderer Kost schon."
Fett macht fit
Doch woran liegt es nun, dass Olivenöl und Co. eine so wohltuende Wirkung auf Herz, Kreislauf und den Stoffwechsel haben? Zum einen sind es die einfach und mehrfach ungesättigten Fette, die sich positiv auf den Fettstoffwechsel und Cholesterinspiegel auswirken. Prof. Dr. Sabin: "Olivenöl mit seinen einfach ungesättigten Fettsäuren wird zu den guten Fetten gezählt. Sie können das schädliche LDL-Cholesterin senken und das förderliche und für den Körper gute HDL-Cholesterin schützen. Zu den mehrfach ungesättigten Fetten gehören vor allem die Omega-3-Fettsäuren. Sie kommen in Meeresfischen wie Makrele, Lachs, Hering oder auch in Forelle vor. Bereits ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche schützen den Organismus und beugen wirksam einem Herzinfarkt vor."
Zum anderen sind es die Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe aus viel frischem Obst und Gemüse, Getreide u.a. in Form von Nudeln aus Hartweizengrieß und das Eiweiß der Hülsenfrüchte, u.a. Linsen, Bohnen und Erbsen, die die Grundlage für die herzgesunde mediterrane Kost bilden. "Sekundäre Pflanzenstoffe, wie z.B. Carotinoide, Sulfide oder Flavonoide haben eine Vielzahl an schützenden Funktionen, sie stärken das Immunsystem, schützen die Zellen vor freien Radikalen, senken den Cholesterinspiegel und beugen wirksam Krebs und Herzinfarkt vor", so der Kardiologe aus Essen. "Die Wirksamkeit von Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen ist jedoch nur gegeben, wenn diese auch in ihrer reinen Form verarbeitet gegessen und nicht als Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungspillen eingenommen werden."
Ein weiterer Vorteil der Mittelmeerküche ist: Man wird leichter satt, ohne sich zu kalorienhaltig zu ernähren. Wer den oftmals etwas strengen Geschmack des Olivenöls an den Gerichten oder im Salat nicht mag, kann alternativ zum neutral schmeckenden Rapsöl greifen, es enthält ebenfalls die positiven Omega-3-Fettsäuren. Und sogar ein Gläschen Wein darf sein, es rundet die Mahlzeit genussvoll ab. Prof. Dr. Sabin: "In Maßen genossener Alkohol schadet dem gesunden Herzen nicht. Insbesondere dem Rotwein wird aufgrund seines hohen Gehalts an Flavonoiden eine herzschützende Wirkung zugeschrieben. Mediterranes Essen ist für mich wie Urlaub machen," erklärt der Kardiologe. "Mein absoluter Favorit ist ein Ratatouille aus in Olivenöl gedünsteten roten und grünen Paprikaschoten, Auberginen, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten und natürlich Knoblauch. Gewürzt mit Basilikum und Thymian eine Köstlichkeit. Dazu eine gegrillte Dorade und ein Glas Rotwein, ein perfekter Genuss."
In aller Munde
Zusätzlich sollten überflüssige Pfunde purzeln und das Rauchen eingestellt werden. Regelmäßige Bewegung und Ausdauertraining wie Schwimmen, Radfahren, Walken oder Joggen unterstützen dabei und beugen koronaren Herzkrankheiten vor. Wer sich bei der Zusammenstellung seines täglichen Speiseplans an der mediterranen Küche orientiert, der lebt zweifelsohne gesünder. Prof. Dr. Sabin: "Wir wissen die positiven Kräfte der Mittelmeerküche zu schätzen und haben im Elisabeth-Krankenhaus ein mediterranes Gericht für die Patienten in die tägliche Essensauswahl aufgenommen. Das kommt bei allen gut an, denn so können sie, soweit es ihre Erkrankung, bzw. ihr Genesungszustand erlaubt, aktiv etwas für Herz und Kreislauf tun und ihren Stoffwechsel positiv beeinflussen."
(EKE)
"Schau mal Schatz, das ist doch genau das Richtige für uns, ‚Ran an die Töpfe. -Schlemmen Sie sich gesund'", wir wollten doch dieses Frühjahr etwas für unsere Gesundheit tun", versucht Gesine S. ihren Mann für einen etwas anderen Kochkurs zu begeistern. "Ja aber, ich dachte da eher an Sport, Joggen oder Schwimmen, von mir aus auch Radfahren, aber kochen für die Gesundheit?" zweifelt ihr Ehemann Horst. "Hört sich doch gut an, ‚Herzgesund und mopsfidel mit den richtigen Lebensmitteln - mediterrane Küche macht fit und schmeckt'. Ich weiß noch, wie sehr du von dem leckeren Essen im letzten Italienurlaub geschwärmt hast. Laufen könnten wir doch trotzdem", Gesine S. bleibt hartnäckig. Schließlich willigt der Gatte in eine Schnupperkochstunde ein. Womit er nicht nur seiner Frau einen Gefallen getan hat, sondern schnell merken wird, wie viel Positives man mit der richtigen Ernährung für seine Gesundheit bewirken kann.
"Die meisten Menschen essen viel zu viel und vor allem das Falsche, und das schadet dem ganzen Organismus," erläutert Prof. Dr. Georg V. Sabin, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Elisabeth-Krankenhauses Essen. "In meiner Praxis erlebe ich es jeden Tag. Bei Patienten, die mit einer koronaren Herzerkrankung oder dem Verdacht eines Herzinfarktes zu uns kommen, stellt sich oft bei der Anamnese heraus, dass sie neben einem stressigen Alltag keinen Sport treiben und sich zudem falsch ernähren. Vor allem mit zu viel ungesunden gesättigten Fetten, die in Butter, Sahne und Fleisch zu finden sind und sich ebenfalls in unüberschaubaren Mengen in Käse, Wurstwaren, Süßigkeiten und Fast Food verstecken. Anstatt in der Mittagspause einen leichten Salat oder Obst zu essen, werden Burger oder Fertiggerichte verschlungen. Gerade diese gesättigten Fette sind aber mitverantwortlich für koronare Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Dabei ist es ganz einfach: Mit einer ausgewogenen Ernährung kann jeder seine Gesundheit, Körpergewicht, Blutdruck und Fettstoffwechsel äußerst positiv beeinflussen und das Leben verlängern. Die Lösung heißt Mittelmeerkost. Denn die mediterrane Küche bietet einen nicht nur gesunden, sondern auch sehr abwechslungsreichen Speiseplan, in dem wenig Fleisch, dafür Getreide, viel frisches Obst und Gemüse, Meeresfische und -früchte und kaltgepresstes Olivenöl sowie Knoblauch die Hauptrolle spielen. Es ist vielfach untersucht und wissenschaftlich erwiesen, dass Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall im Mittelmeerraum deutlich seltener vorkommen als in unseren nordeuropäischen Breitengraden. Sicherlich spielt auch die mediterrane Lebensführung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Noch ist eine ausgiebige Siesta leider nicht auf unseren Arbeitsalltag übertragbar, eine Ernährungsumstellung hin zu gesünderer Kost schon."
Fett macht fit
Doch woran liegt es nun, dass Olivenöl und Co. eine so wohltuende Wirkung auf Herz, Kreislauf und den Stoffwechsel haben? Zum einen sind es die einfach und mehrfach ungesättigten Fette, die sich positiv auf den Fettstoffwechsel und Cholesterinspiegel auswirken. Prof. Dr. Sabin: "Olivenöl mit seinen einfach ungesättigten Fettsäuren wird zu den guten Fetten gezählt. Sie können das schädliche LDL-Cholesterin senken und das förderliche und für den Körper gute HDL-Cholesterin schützen. Zu den mehrfach ungesättigten Fetten gehören vor allem die Omega-3-Fettsäuren. Sie kommen in Meeresfischen wie Makrele, Lachs, Hering oder auch in Forelle vor. Bereits ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche schützen den Organismus und beugen wirksam einem Herzinfarkt vor."
Zum anderen sind es die Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe aus viel frischem Obst und Gemüse, Getreide u.a. in Form von Nudeln aus Hartweizengrieß und das Eiweiß der Hülsenfrüchte, u.a. Linsen, Bohnen und Erbsen, die die Grundlage für die herzgesunde mediterrane Kost bilden. "Sekundäre Pflanzenstoffe, wie z.B. Carotinoide, Sulfide oder Flavonoide haben eine Vielzahl an schützenden Funktionen, sie stärken das Immunsystem, schützen die Zellen vor freien Radikalen, senken den Cholesterinspiegel und beugen wirksam Krebs und Herzinfarkt vor", so der Kardiologe aus Essen. "Die Wirksamkeit von Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen ist jedoch nur gegeben, wenn diese auch in ihrer reinen Form verarbeitet gegessen und nicht als Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungspillen eingenommen werden."
Ein weiterer Vorteil der Mittelmeerküche ist: Man wird leichter satt, ohne sich zu kalorienhaltig zu ernähren. Wer den oftmals etwas strengen Geschmack des Olivenöls an den Gerichten oder im Salat nicht mag, kann alternativ zum neutral schmeckenden Rapsöl greifen, es enthält ebenfalls die positiven Omega-3-Fettsäuren. Und sogar ein Gläschen Wein darf sein, es rundet die Mahlzeit genussvoll ab. Prof. Dr. Sabin: "In Maßen genossener Alkohol schadet dem gesunden Herzen nicht. Insbesondere dem Rotwein wird aufgrund seines hohen Gehalts an Flavonoiden eine herzschützende Wirkung zugeschrieben. Mediterranes Essen ist für mich wie Urlaub machen," erklärt der Kardiologe. "Mein absoluter Favorit ist ein Ratatouille aus in Olivenöl gedünsteten roten und grünen Paprikaschoten, Auberginen, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten und natürlich Knoblauch. Gewürzt mit Basilikum und Thymian eine Köstlichkeit. Dazu eine gegrillte Dorade und ein Glas Rotwein, ein perfekter Genuss."
In aller Munde
Zusätzlich sollten überflüssige Pfunde purzeln und das Rauchen eingestellt werden. Regelmäßige Bewegung und Ausdauertraining wie Schwimmen, Radfahren, Walken oder Joggen unterstützen dabei und beugen koronaren Herzkrankheiten vor. Wer sich bei der Zusammenstellung seines täglichen Speiseplans an der mediterranen Küche orientiert, der lebt zweifelsohne gesünder. Prof. Dr. Sabin: "Wir wissen die positiven Kräfte der Mittelmeerküche zu schätzen und haben im Elisabeth-Krankenhaus ein mediterranes Gericht für die Patienten in die tägliche Essensauswahl aufgenommen. Das kommt bei allen gut an, denn so können sie, soweit es ihre Erkrankung, bzw. ihr Genesungszustand erlaubt, aktiv etwas für Herz und Kreislauf tun und ihren Stoffwechsel positiv beeinflussen."
(EKE)

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