Demenz - Durch Verstopfung von Kommunikations-Knotenpunkten im Gehirn verursacht
Forscher der Universitätsmedizin Göttingen beschreiben neuen Mechanismus für die Entstehung von Gedächtnisstörungenbei der "Demenz mit Lewy Körperchen"
Gedächtnisverlust und Bewegungsstörungen bei der "Demenz mit Lewy Körperchen" (DLB), der zweithäufigsten Demenz-Erkrankung nach der Alzheimerschen Krankheit, wird nach neuen Erkenntnissen aus der Universitätsmedizin Göttingen durch den Untergang von Kommunikations-Knotenpunkten(Synapsen) zwischen Nervenzellen im Gehirn verursacht. Bisherige Modelle sehen im Tod ganzer Nervenzellen die Ursache der Krankheitssymptome. Die Erkenntnisse öffnen die Türen für neue Strategien zur Behandlung der "Demenz mit Lewy Körperchen" und möglicherweise auch der Parkinsonschen Krankheit. Die Ergebnisse aus dem Schwerpunkt Prion- und Demenzforschung (Leiter: Priv. Doz. Dr. Walter Schulz-Schaeffer) in der Abteilung Neuropathologie (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Brück) in der Universitätsmedizin Göttingen sind im renommierten, internationalen Journal of Neuroscience erschienen.
Auslöser der Kommunikationsstörung zwischen den Nervenzellen bei der "Demenz mit Lewy Körperchen" sind nach den Göttinger Erkenntnissen "kleinere Verklumpungen" des Proteins alfa-Synuclein in den Endigungen der Signal-aussendenden (präsynaptischen) Nervenzellen im Gehirn. Sowohl bei der "Demenz mit Lewy Körperchen" als auch bei der Parkinsonschen Krankheit verbinden sich einzelne Moleküle des Proteins alfa-Synuclein in den Nervenzellen des Gehirns zu stabilen Ablagerungen, so genannten Protein-Aggregaten. Diese vereinigen sich zu großen "Körperchen" in der Nähe des Zellkerns, den "Lewy Körperchen".
"Die relativ geringe Zahl großer Lewy Körperchen im Gehirn verstorbener DLB-Patienten kann aber nicht die Demenzer klären. So entstand die Idee, dass kleinste, bislangübersehene, Proteinaggregate für das Krankheitsbildder Demenz verantwortlich sein müssten", so der Mediziner, Priv. Doz. Dr. Walter Schulz-Schaeffer. Mit zwei neuen Methoden aus dem Göttinger Labor fanden die Wissenschaftler eine enorm große Zahl kleinster alfa-Synuclein Aggregate im Gehirn verstorbener DLB-Patienten: Mit dem PET blot gelang der Nachweis kleinster Proteinaggregate.
Eine Mikrofiltrationstechnik erlaubte die Ortung der Aggregate in den präsynaptischen Enden der Nervenzellen. Gleichzeitig beobachteten die Forscher, dass die Dendritensprossender Signal-empfangenden Nervenzellen verkümmert waren, ein Zeichen für den dauerhaften Verlust von Nervenzell-Kontakten. "Diese Beobachtungen erlauben ein völlig neues Verständnisder krankheitsauslösenden Prozesse bei neurodegenerativen Krankheiten wie der Demenz mit Lewy Körperchen", fasst Priv. Doz. Dr. Walter Schulz-Schaeffer zusammen.
"Anders als bisher vermutet, sind die Lewy Körperchen wahrscheinlich das Ergebnis des erfolgreichen Versuchs der Zellen, die schädlichen kleinen Aggregate beiseite zuräumen. Gelingt es der Zelle nicht, bereits kleinste Eiweißablagerungen aus den entfernten Verästelungenin das Zentrum der Zelle zu transportieren, wird die Zell-Zell-Kommunikationan den Synapsen gestört", sagt Dr. Michael L. Kramer,Biochemiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team von Priv. Doz. Dr. Walter Schulz-Schaeffer und Erstautor der Untersuchung. "Als nächstes wollen wir untersuchen, ob der gleiche Mechanismus der Störung von Synapsen durch kleinste Aggregate auch bei Parkinson-Patienten für deren Bewegungsstörungenverantwortlich ist, und nicht erst der unumkehrbare Untergang ganzer Nervenzellen", sagt Dr. Kramer. (Georg-August-Universität)
Gedächtnisverlust und Bewegungsstörungen bei der "Demenz mit Lewy Körperchen" (DLB), der zweithäufigsten Demenz-Erkrankung nach der Alzheimerschen Krankheit, wird nach neuen Erkenntnissen aus der Universitätsmedizin Göttingen durch den Untergang von Kommunikations-Knotenpunkten(Synapsen) zwischen Nervenzellen im Gehirn verursacht. Bisherige Modelle sehen im Tod ganzer Nervenzellen die Ursache der Krankheitssymptome. Die Erkenntnisse öffnen die Türen für neue Strategien zur Behandlung der "Demenz mit Lewy Körperchen" und möglicherweise auch der Parkinsonschen Krankheit. Die Ergebnisse aus dem Schwerpunkt Prion- und Demenzforschung (Leiter: Priv. Doz. Dr. Walter Schulz-Schaeffer) in der Abteilung Neuropathologie (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Brück) in der Universitätsmedizin Göttingen sind im renommierten, internationalen Journal of Neuroscience erschienen.
Auslöser der Kommunikationsstörung zwischen den Nervenzellen bei der "Demenz mit Lewy Körperchen" sind nach den Göttinger Erkenntnissen "kleinere Verklumpungen" des Proteins alfa-Synuclein in den Endigungen der Signal-aussendenden (präsynaptischen) Nervenzellen im Gehirn. Sowohl bei der "Demenz mit Lewy Körperchen" als auch bei der Parkinsonschen Krankheit verbinden sich einzelne Moleküle des Proteins alfa-Synuclein in den Nervenzellen des Gehirns zu stabilen Ablagerungen, so genannten Protein-Aggregaten. Diese vereinigen sich zu großen "Körperchen" in der Nähe des Zellkerns, den "Lewy Körperchen".
"Die relativ geringe Zahl großer Lewy Körperchen im Gehirn verstorbener DLB-Patienten kann aber nicht die Demenzer klären. So entstand die Idee, dass kleinste, bislangübersehene, Proteinaggregate für das Krankheitsbildder Demenz verantwortlich sein müssten", so der Mediziner, Priv. Doz. Dr. Walter Schulz-Schaeffer. Mit zwei neuen Methoden aus dem Göttinger Labor fanden die Wissenschaftler eine enorm große Zahl kleinster alfa-Synuclein Aggregate im Gehirn verstorbener DLB-Patienten: Mit dem PET blot gelang der Nachweis kleinster Proteinaggregate.
Eine Mikrofiltrationstechnik erlaubte die Ortung der Aggregate in den präsynaptischen Enden der Nervenzellen. Gleichzeitig beobachteten die Forscher, dass die Dendritensprossender Signal-empfangenden Nervenzellen verkümmert waren, ein Zeichen für den dauerhaften Verlust von Nervenzell-Kontakten. "Diese Beobachtungen erlauben ein völlig neues Verständnisder krankheitsauslösenden Prozesse bei neurodegenerativen Krankheiten wie der Demenz mit Lewy Körperchen", fasst Priv. Doz. Dr. Walter Schulz-Schaeffer zusammen.
"Anders als bisher vermutet, sind die Lewy Körperchen wahrscheinlich das Ergebnis des erfolgreichen Versuchs der Zellen, die schädlichen kleinen Aggregate beiseite zuräumen. Gelingt es der Zelle nicht, bereits kleinste Eiweißablagerungen aus den entfernten Verästelungenin das Zentrum der Zelle zu transportieren, wird die Zell-Zell-Kommunikationan den Synapsen gestört", sagt Dr. Michael L. Kramer,Biochemiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team von Priv. Doz. Dr. Walter Schulz-Schaeffer und Erstautor der Untersuchung. "Als nächstes wollen wir untersuchen, ob der gleiche Mechanismus der Störung von Synapsen durch kleinste Aggregate auch bei Parkinson-Patienten für deren Bewegungsstörungenverantwortlich ist, und nicht erst der unumkehrbare Untergang ganzer Nervenzellen", sagt Dr. Kramer. (Georg-August-Universität)

Alzheimer-Demenz | Akupunktur | Allergien | Asthma | Brustkrebs | Darmkrebs | Diabetes | Durchfall | Erektile Dysfunktion | Erkältung | Ernährung | Falten | Halsschmerzen | Haarausfall | Harninkontinenz | Hautschuppenflechte | Heiserkeit | Herzinfakt | Husten | Knochenschwund | Kopfschmerzen | Krebs | Multiple Sklerose | Narben | Neurodermitis | Osteoporose | Potenzprobleme | Prostatakrebs | Psoriasis | Raucherentwöhnung | Schilddrüsenerkrankung | Schlaganfall | Schmerz | Schwangerschaft | Sodbrennen | Vitamine | Wechseljahre





LogIn Fachkreise





















drucken
weiterleiten
top
MEDIZIN ASPEKTE