Diabetiker: Aktuelles zu einer kardiovaskulären Hochrisikogruppe
Diabetes und Koronare Herzerkrankungen (KHK) stehen in engem Miteinander. Bei zwei von drei Diabetikern in Kliniken stellt man eine Herz-Kreislauf-Erkrankung fest. Zwei von drei Diabetikern sterben an kardiovaskulären Komplikationen (Schlaganfall, Herzinfarkt). Die Langzeitprognose bei Diabetikern nach einem Erstinfarkt, nach interventionellen Revaskularisierungsmaßnahmen (Thrombolyse, PTCA, Bypass) sind besonders schlecht. Nationale und internationale Leitlinien weisen den Typ-2-Diabetes als eine potenziell fatale kardiovaskuläre Krankheit aus.
Auf Grund der engen Verknüpfung von Diabetes und KHK entstand eine neue Leitlinie, die einen Algorithmus vermittelt, der hilft, kardiovaskuläre Erkrankungen bei Diabetikern sowie Diabetes als Vorstufe bei Koronarpatienten frühzeitig zu erkennen. Bei KHK Patienten, bei denen kein Diabetes bekannt ist, sollte nach einem pathologischen Glukosemetabolismus gesucht werden (z.B. mit OGTT).
Die Diabetestherapie soll die Verabreichung von Acetylsalicylsäure einschließen, da die Thrombozytenaktivierung eine primäre Rolle für das kardiovaskuläre Risiko des Typ-2-Diabetikers spielt.
Die diabetische Stoffwechsellage ist bei dieser Patientengruppe mit einer erhöhten basalen Aktivierung und Aggregationsbereitschaft zirkulierender Blutplättchen assoziiert. Außerdem weisen Diabetiker eine Endotheldysfunktion mit konsekutivem Verlust der NO-vermittelten Vasodilation auf. Der vasale NO-Notstand steigert die Aggregations- und Adhäsionsbereitschaft der Thrombozyten. Durch die klebrigen Plättchen können sich diese aneinander und an die Gefäßwand heften. Je höher der Spiegel des C-reaktiven Protein ist, umso geringer ist die endotheliale NO-Produktion.
Acetylsalicylsäure nutzt in der kardiovaskulären Primär- und Sekundär-Prävention bei Diabetes Patienten. Durch die Gabe von Acetylsalicylsäure wird die Aggregations- und Adhäsionsbereitschaft der Thrombozyten vermindert und wirkt über die irreversible Cyclooxygenasehemmung gleichzeitig inflammatorischen Prozessen in den Blutgefäßen entgegen. Bei Typ-2-Diabetikern bietet die Medikation von Acetylsalicylsäure daher einen dualen Ansatz zur kardiovaskulären Protektion.
Nach einem Vortrag von Prof. Dr. med. Diethelm Tschöpe, Diabetes Zentrum Bad Oeynhausen, anläßlich der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung.
Die Veranstaltung wurde unterstützt von Bayer Vital. (Wolff-MEDIZIN ASPEKTE)
Fachinformation: Aspirin protect 100 mg / - 300 mg
Weitere Vorträge
Fokus Diabetiker: Kardiovaskuläre Erkrankungen: Primärprävention - Leitlinien - Behandlungsbedarf und –realität
Fokus Compliance: Wunsch und Wirklichkeit
Weitere Informationen zu: Bayer Vital
Auf Grund der engen Verknüpfung von Diabetes und KHK entstand eine neue Leitlinie, die einen Algorithmus vermittelt, der hilft, kardiovaskuläre Erkrankungen bei Diabetikern sowie Diabetes als Vorstufe bei Koronarpatienten frühzeitig zu erkennen. Bei KHK Patienten, bei denen kein Diabetes bekannt ist, sollte nach einem pathologischen Glukosemetabolismus gesucht werden (z.B. mit OGTT).
Die Diabetestherapie soll die Verabreichung von Acetylsalicylsäure einschließen, da die Thrombozytenaktivierung eine primäre Rolle für das kardiovaskuläre Risiko des Typ-2-Diabetikers spielt.
Die diabetische Stoffwechsellage ist bei dieser Patientengruppe mit einer erhöhten basalen Aktivierung und Aggregationsbereitschaft zirkulierender Blutplättchen assoziiert. Außerdem weisen Diabetiker eine Endotheldysfunktion mit konsekutivem Verlust der NO-vermittelten Vasodilation auf. Der vasale NO-Notstand steigert die Aggregations- und Adhäsionsbereitschaft der Thrombozyten. Durch die klebrigen Plättchen können sich diese aneinander und an die Gefäßwand heften. Je höher der Spiegel des C-reaktiven Protein ist, umso geringer ist die endotheliale NO-Produktion.
Acetylsalicylsäure nutzt in der kardiovaskulären Primär- und Sekundär-Prävention bei Diabetes Patienten. Durch die Gabe von Acetylsalicylsäure wird die Aggregations- und Adhäsionsbereitschaft der Thrombozyten vermindert und wirkt über die irreversible Cyclooxygenasehemmung gleichzeitig inflammatorischen Prozessen in den Blutgefäßen entgegen. Bei Typ-2-Diabetikern bietet die Medikation von Acetylsalicylsäure daher einen dualen Ansatz zur kardiovaskulären Protektion.
Nach einem Vortrag von Prof. Dr. med. Diethelm Tschöpe, Diabetes Zentrum Bad Oeynhausen, anläßlich der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung.
Die Veranstaltung wurde unterstützt von Bayer Vital. (Wolff-MEDIZIN ASPEKTE)
Fachinformation: Aspirin protect 100 mg / - 300 mg
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