|    | |    | | |

Die Zahl der Asthmaerkrankungen nimmt weltweit signifikant zu

Jedes zehnte Kind und fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden in Deutschland an Asthma bronchiale. Weltweit ist ein Ansteigen der Asthmafälle zu verzeichnen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist die Zunahme der Asthmaerkrankungen besonders dramatisch. Schon heute gehört das Asthma zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter!

Erwiesenermaßen haben Kinder, deren Eltern oder Großeltern Asthmatiker sind, ein höheres Erkrankungsrisiko als nicht vorbelastete Kinder und Jugendliche. Offenbar muss es somit eine vererbbare Komponente bei der Entstehung des Asthma geben.

Als Auslöser für asthmatische Erkrankungen gelten Allergien, die das Ergebnis einer „Überreaktion“ des Immunsystems. Auf Substanzen, die normalerweise völlig harmlos sind, reagieren allergische Menschen „überempfindlich“. Neben dem Asthma basieren auch die Neurodermitis und der Heuschnupfen auf einer Störung des Immunsystems. Die drei Krankheitsbilder werden auch als „atopisches Syndrom“ zusammengefasst. Allerdings ist es kaum vorstellbar, dass sich das „Erbgut“ einer Bevölkerungsgruppe innerhalb von wenigen Jahrzehnten so rapide verändert, dass nun vermehrt Asthmatiker geboren werden. Für die starke Zunahme der Erkrankungshäufigkeit muss es somit noch andere Gründe geben.


Erkrankungshäufigkeit und Industrialisierungsgrad als Auslöser für Asthma
Studien ergaben eine deutliche Beziehung von Erkrankungshäufigkeit und Industrialisierungsgrad im betreffenden Landes. In England, Kanada, den USA liegt die Wahrscheinlichkeit an Asthma zu erkranken zwischen 20 und 30 Prozent. Indien, Indonesien und Mexiko haben hingegen mit weniger als 10 Prozent einen sehr viel kleineren Anteil von Asthmatikern an der Gesamtbevölkerung. Neben der hohen Schadstoffbelastung scheint aber die „Verwestlichung“ des Lebensstils eine ebenso große Rolle für die Krankheitsentstehung zu haben. Einige Forscher vermuten zudem, dass die extrem guten hygienischen Bedingungen in den industrialisierten Staaten das Immunsystem unseres Organismus generell unterfordern und damit zu Störungen führen könnten, die Allergien immer mehr in den Vordergrund treten lassen. Außerdem halten sich die „modernen Industriemenschen“ immer häufiger in geschlossenen Räumen auf, wo sie den so genannten „indoor-Allergenen“ (vor allem Hausstaubmilben) vermehrt ausgesetzt sind.


Budesonid und Formoterol in der Asthmatherapie
Trotz ständig verbesserter Behandlungsmöglichkeiten haben wir weltweit immer noch eine hohe Sterblichkeit von Asthmapatienten. Die Sterblichkeit von Asthmatikern in Deutschland ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern besonders hoch. Sie ist dreimal größer, als in Belgien, Norwegen oder Portugal, übertrifft aber auch andere industrialisierte Länder, wie Kanada. Nur in Ungarn liegt die Sterblichkeit noch höher. Wahrscheinlich, so mutmaßen Gesundheitspolitiker, liegt dies an einer Unterschätzung des Schweregrades des Asthma und einer möglicherweise ungenügenden bzw. unzuverlässigen Einnahme der verordneten Medikamente. Untersuchungen haben ergeben, dass Asthmatiker lediglich an drei von zehn Tagen ihre Medikamente ordnungsgemäß inhalieren. Die Bereitstellung von Kombinationspräparaten, die die beiden Hauptmedikamente des Asthmakranken in sich vereinen, stellt gerade in diesem Punkt einen bedeutenden Fortschritt dar. Sie sichern ab, dass der Asthmatiker die korrekte Menge seines Entzündungshemmers und des bronchienerweiternden Mittels inhaliert und nicht etwa eines der Präparate vergessen kann. Das Kombinationsspräparat aus Budesonid und Formoterol ist hier ein hilfreicher Begleiter.


Newsticker01.04.2012 | 08:34:11
Frühtherapie der MS und langfristige Behandlung mit lnterferon beta-1b reduzieren Schubrate und verbessern Prognose der MS-Patienten

23.03.2012 | 12:10:15
Bei Leberzellkrebs und Nierenzellkrebs greift Sorafenib zielgerichtet Tumorzellen und Tumorgefäße an

11.02.2012 | 02:12:12
Hämophilie-Therapie mit Gerinnungsfaktorkonzentrat ermöglicht normale Lebenszeiterwartung