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Feuchte Studentenbude fördert Asthmaerkrankung?

Forscher haben herausgefunden, dass Schimmel und Feuchtigkeit in Wohnungen das Risiko an Asthma zu erkranken verdoppeln. Das Zusammentreffen  von Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnräumen verstärken das Risiko an Asthma zu erkranken. Auffallend hierbei ist allerdings, dass es nur zu asthmatischen Erkrankungen kommt, wenn auch Schimmelgeruch in den Wohnungen anzutreffen ist. Hierbei kam es doppelt so häufig zu Asthma.  Personen, die in Wohnungen ohne Schimmelgeruch lebten erkrankten in den folgenden sieben Jahren weniger häufig an Asthma.  

Was im Teppich so los ist
Auf den ersten Blick erscheint uns der Teppichboden sauber und gepflegt. Doch dieser Eindruck ist trügerisch. Besonders in Teppichböden halten sich Milliarden von Milben und Schimmelpilzen auf. Wenn man sich vorstellt, das besonders Kleinkinder den direkten Kontakt beim Krabbeln mit den Teppichböden und somit den direkten Kontakt zu Milben und Co. haben ist das weniger schön. Eltern kennen häufig nicht die Gefahren der belasteten Innenraumluft.

Hausstaubmilben gehören zu den häufigsten Allergieauslösern. Etwa 5 Prozent aller Deutschen leiden unter einer Milbenallergie. Das knapp 0,3 mm große Spinnentier findet sich in Europa mit Ausnahme der hochalpinen und arktischen Gebiete in nahezu jeder Wohnung. Eine Luftfeuchtigkeit von 65-80 Prozent und Temperaturen zwischen 20-30 Grad bieten dem Parasit, der eine Lebenserwartung von bis zu 150 Tagen hat, geradezu ideale Lebensbedingungen. Die mit dem bloßen Auge unsichtbaren Tierchen ernähren sich von menschlichen Hautschuppen. Es verwundert daher nicht, dass sie vor allem im Staub von Betten, Teppichen und Polstermöbeln anzutreffen sind. Gesunde Personen haben beim Kontakt mit den winzigen eiweißhaltigen Ausscheidungen der Milbe keine Probleme. Asthmatiker können jedoch wegen ihres hyperreagiblen Bronchialsystems leicht allergische Reaktionen und sogar einen Asthmaanfall entwickeln.

Eine umfangreiche Untersuchung, in deren Rahmen mehr als 800 allergische Kleinkinder in 13 Ländern drei Jahre lang beobachtet wurden, förderte Erstaunliches zu Tage: Kinder, in deren Kinderzimmer ein Teppich lag, sind häufiger gegen die Hausstaubmilbe allergisch, als jene Kinder, die ohne diesen "Luxus" groß werden mussten. So ist in Großbritannien fast jedes Kinderzimmer mit Teppichboden ausgelegt. In Schweden nur in 6 Prozent aller Fälle. Von den britischen Kindern waren 29 Prozent allergisch gegen Hausstaubmilben, verglichen mit 0 (!) Prozent der schwedischen Kinder.

Generell gilt
Leidet jemand an allergischem Asthma, das durch Hausstaubmilben getriggert wird, müssen Teppiche ein Tabu sein. Bettdecken, Kissen und Polsterbezüge sollten mindestens bei 60 Grad waschbar sein. Bei dieser Temperatur sterben Hausstaubmilben ab. Generell ist auf "Staubfänger" zu verzichten. Weil die Milben bei einer Luftfeuchtigkeit unter 55 Prozent nicht überleben, könnte zudem ein Luftentfeuchter im Wohnbereich sinnvoll sein.




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