Der Weg der Luft
Obwohl es ziemlich nebensächlich erscheint, wie genau nun die Luft in die Lunge kommt, wollen wir uns doch die Mühe machen, ihren Weg nach zu vollziehen. Wir lernen dabei den Aufbau und die Funktion des Atemsystems in groben Zügen kennen. Auf dem Weg zum Hals durchquert die Luft die Nase. Hier werden die meisten Staubpartikel herausgefiltert, die Luft wird erwärmt und angefeuchtet. Sie strömt weiter zu den „Polypen“ und „Rachenmandeln“, die Krankheitserreger, z.B. Bakterien unschädlich machen. Im Rachen selbst nimmt die Luft für einen kurzen Moment den gleichen Weg wie unsere Nahrung. Der Kehlkopf sorgt jedoch als eine Art Falltür dafür, dass die Speisen in die Speiseröhre gelangen, der Luftstrom jedoch in die Luftröhre gelenkt wird. Gelegentlich schließt der Kehlkopfdeckel allerdings nicht ganz korrekt – etwas ist dann in die „falsche Kehle“ gekommen und wir müssen husten. Normalerweise ist es jedoch unmöglich, gleichzeitig zu atmen und zu schlucken (probieren Sie es trotzdem lieber nicht aus!). Der Luftstrom teilt sich am Ende der Luftröhre und strömt in zwei Hauptäste, die man als Stammbronchien bezeichnet. Letztere münden in die rechte bzw. linke Lungenhälfte* und gabeln sich dort weiter. Weil die rechte Lungenhälfte aus drei Teilen (so genannten Lungenlappen) besteht, die linke jedoch nur aus zwei, gibt es auch drei bzw. zwei Lappenbronchien, die sich zunehmend weiter verästeln und insgesamt wie ein umgedrehter Baum aussehen. Während die Luftröhre noch einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern hat, verjüngen sich die Bronchien immer mehr. Die großen Stammbronchien werden von Knorpelspangen offen gehalten, die kleinen lediglich durch ihre eigene „Wandspannung“. Sie sind gerade noch mit bloßem Auge sichtbar. Schaut man sich den Querschnitt durch einen Bronchus an, so erkennt man deutlich einen Ring aus
kleinen Muskelzellen (Bronchialmuskulatur), die ein blutgefäßhaltiges Bindegewebe umschließen. Alle Bronchien sind innen mit einer Schleimhaut, der so genannten Bronchialschleimhaut, ausgekleidet. Auf ihrer Innenseite befinden sich kleine Flimmerhärchen, die eine besondere Schutzfunktion erfüllen: Der klebrige Schleim bindet restliche Staubpartikel und winzige Fremdkörper, die in die Lunge geraten sind. Die Flimmerhärchen der Bronchien schlagen ständig wellenförmige Bewegungen und sorgen dafür, dass der Schleim nach oben abtransportiert wird und die Lunge sauber bleibt. Der Schleim wird übrigens später aus der Nase geschnäuzt.
kleinen Muskelzellen (Bronchialmuskulatur), die ein blutgefäßhaltiges Bindegewebe umschließen. Alle Bronchien sind innen mit einer Schleimhaut, der so genannten Bronchialschleimhaut, ausgekleidet. Auf ihrer Innenseite befinden sich kleine Flimmerhärchen, die eine besondere Schutzfunktion erfüllen: Der klebrige Schleim bindet restliche Staubpartikel und winzige Fremdkörper, die in die Lunge geraten sind. Die Flimmerhärchen der Bronchien schlagen ständig wellenförmige Bewegungen und sorgen dafür, dass der Schleim nach oben abtransportiert wird und die Lunge sauber bleibt. Der Schleim wird übrigens später aus der Nase geschnäuzt.

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