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Neurodermitis und dann Asthma?

Die Allergie ist eigentlich eine Fehlreaktion unserer Körperabwehr, dem Immunsystem. Allerdings ist das Immunsystem des Allergikers nicht etwa zu schwach, sondern zeigt eher eine Überaktivität. Der Allergiker wehrt sogar Stoffe ab, die normalerweise vollkommen unschädlich sind. Neben dem Asthma basiert auch die Neurodermitis und der Heuschnupfen auf einer solchen Allergie. Die drei Krankheitsbilder werden daher auch oft als "atopisches Syndrom" zusammengefasst. Forscher fanden heraus, dass nahezu 40 Prozent aller Kinder, die bereits im Säuglingsalter an Neurodermitis leiden, in späteren Jahren an Asthma erkranken.

Es wurde festgestellt, dass vor allem Kinder betroffen sind, die allergisch gegen Gräserpollen und Hausstaubmilben reagieren. Neurodermitis und Asthma haben ähnliche Auslöser: Die Immunzellen der Betroffenen produzieren zu viele Antikörper, so genanntes Immunglobulin E (IgE), die Fremdstoffe attackieren. Somit ist das Immunsystem ständig chronisch überreizt. Kinder mit schwerer Neurodermitis haben somit ein deutlich erhöhtes Risiko, später an Asthma zu erkranken.


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