Ausgabe Februar 2012




Medizin und Gesundheit

Personalisierte Medizin

Prävention
Narben können ganz unterschiedlich aussehen.
Im Gegensatz zu der gesunden Haut befinden sich bei Narben keine Haare, Talg- oder Schweißdrüsen. Narben können ganz unterschiedlich aussehen.


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Narben - Ein kleines Narbenlexikon

Entstehung von Narben
Narben entstehen nach Verletzungen oder Operationen und stellen kosmetisch oder funktionell oft eine erhebliche Belastung dar. Die sichtbare Änderung der Hautbeschaffenheit sowie die Symptome Juckreiz, Schmerzen, Rötung sind störend und beeinflussen deutlich die Lebensqualität. Umso mehr, wenn sie an sichtbaren Körperstellen wie Gesicht, Hals, Schultern, Dekollete, Händen und Beinen auftreten.

Narben allgemein
Narben bestehen aus einem kollagenen Ersatzgewebe, das der Körper während des Heilungsprozesses bildet. Narben können unauffällig und im Laufe der Jahre fast nicht mehr zu sehen sein, andere Narben sind deutlich sichtbar, da sie sich farblich und in ihrer Form von der umgebenden Haut abheben.

Atrophe Narbe
Bei der atrophen Narbe heilt die Wunde schlecht, die Bildung neuer Bindegewebsfasern ist nicht ausreichend. Es entsteht eine eingesunkene Narbe, die unter dem Hautniveau liegt.

Hypertrophe Narbe
Die hypertrophe Narbe entsteht kurz nach der Wundheilung oder noch in deren Verlauf. Es kommt zu einer Überproduktion von Bindegewebsfasern. Die Narbe neigt zur Wulstbildung, sie erhebt sich über das sie umgebende Hautniveau, bleibt aber grundsätzlich auf das ursprüngliche Verletzungsgebiet beschränkt. Hypertrophe Narben können vor allem dann auftreten, wenn die Wunde nicht ruhig gestellt bzw. geschont wird oder wenn zusätzlich eine Infektion auftritt.

Keloid
Entsteht erst längere Zeit nach Abschluss der Wundheilung durch starke Überproduktion von Bindegewebsfasern, die über den Wundbereich hinaus in das gesunde Gewebe wuchern. Betroffen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Auch Narben an Körperstellen, die einer großen Hautspannung ausgesetzt sind, neigen zur Keloidbildung. Diese Neigung wird relativ häufig vererbt. Ferner treten bei Menschen mit farbiger Haut etwa zehnmal häufiger Keloide auf als bei Menschen mit weißer Hautfarbe.

Narbenpflege
Je früher das Narbengewebe behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass sich die Haut regenerieren kann. Sobald die Wunde geschlossen ist oder die Fäden nach einer OP gezogen, sollte deshalb mit der Narbenbehandlung begonnen werden. Dabei ist die Regelmäßigkeit und Anwendungsdauer der Behandlung für die aktive Hautregeneration von großer Bedeutung. Bereits nach ca. 3-4 Wochen werden Sie erste Behandlungsergebnisse sehen.
Optisch und/oder funktionell störende Narben lassen sich mit einer speziellen Technik entfernt (sog. Narbenplastik). Dabei kann der Narbenverlauf künstlich verändert werden. Diese Methode wird jedoch als ultima ratio angewandt, also nur dann, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten nicht zum gewünschten Erfolg führen. Wichtige Informationen zur Narbenpflege erhalten Sie hier >> mehr...

Laser
Moderne Laser - sogenannte ablative Laser - ermöglichen es, überschießendes Narbengewebe abzutragen. Im Anschluss daran ist auch hier eine konsequente Nachbehandlung mit Narbengelen nötig, um den gewünschten Erfolg zu sichern.

Dermabrasion
Oberste Hautschichten werden bei der Dermabrasion mithilfe eines Schleifgerätes abgetragen. Nach der Behandlung empfiehlt sich das Auftragen eines Narbengels, um eine erneute Narbenbildung zu vermeiden.

Massage
Narbenpflege ist ganz wesentlich eine Frage der richtigen und konsequenten Massage: Die konsequente Anwendung der optimalen Massagetechnik fördert die Durchblutung, erwärmt das Gewebe und beschleunigt dadurch die Hautregeneration. Insbesondere ältere, verhärtete Narben profitieren davon.

Patientenservices
Weitere Informationen zum Thema Narben erhalten Sie in der Broschüre
Narben richtig pflegen und behandeln


Lesen Sie zusätzlich:
Narben sichtbar reduzieren
Die richtige Narbenpflege
Kleines Narbenlexikon
Sichtbar schönere Narben - Der Test zur Behandlung Ihrer Narben



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