Kardiovaskuläre Erkrankungen

Die westlichen Industrieländer werden in den nächsten Jahren eine signifikante Steigerung des Anteils der älteren, multimorbiden Patienten verzeichnen. Grund hierfür ist die steigende Lebenserwartung, die mit einem atherosklerotischen Wandel der Arterien einhergeht. Folgen sind Plaques und die Abnahme der Gefäßelastizität. Soziodemographisches Resultat wird eine Zunahme der Herzinfarkte und Schlaganfälle sein.

Die Lebensqualität wird durch die Steigerung multipler Medikationen mit Nebenwirkungen signifikant beeinträchtigt. Patienten mit fortgeschrittenem Alter (60+) und Mehrfacherkrankungen wie Hypertonie, Diabetes mellitus, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Arthritis und Osteoporose benötigen nach den aktuellen Clinical Practice Guidelines zwölf verschiedene Medikamente pro Tag mit 19 Einmaldosierungen zu verschiedenen Einnahmezeiten. Eine langfristige Medikamentenbindung wird durch komplizierte Therapieschemata weitgehend verhindert. Ein Abbruch der Therapie ist meist die Folge.

Bekannt ist, dass eine positive Arzt-Patienten-Beziehung bei der Behandlung von chronischen Herz-Kreislauferkrankungen für eine Steigerung des Therapieerfolgs sorgt. Hingegen sind Mangel an emotionaler Wärme, unerfüllte Erwartungen des Patienten, fehlende Erläuterungen zum Krankheitsbild und zum Therapieplan Primärfaktoren in der Konkordanz, die zu einer erhöhten Non-Compliance führen.

Nach Priv. Doz. Späh, Klinikum Krefeld, lassen sich die Erfolge in der Behandlung von Hochrisikopatienten mit kardiovaskulärem Krankheitsbild steigern, wenn es gelingt, sowohl in der Primär- als auch in der Sekundär-Prävention von Infarkten und Appoplexen einer Therapie mit Aspirin zu unterziehen. Im Vergleich zu Therapien mit Beta-Blockern, ACE-Hemmern oder Statinen ergibt seine Studienanalyse, dass in allen Untersuchungen nach einem Herzinfarkt eine bessere Akzeptanz bei den Patienten vorherrscht, die mit Aspirin therapiert werden.

Ferner wird in einer aktuellen Metaanalyse mit über 50.000 KHK Patienten deutlich, dass eine dramatische Zunahme von Komplikationen wie Mortalität, Re-Infarkt, Appoplex etc. nach einer Unterbrechung einer notwendigen Aspirin-Behandlung eintrat.

Gastrointestinale Störungen sowie Depressionen nach einem Herzinfarkt, Blutungskomplikationen nach PTCA oder Bypass-Operationen sind für Patienten entscheidend, eine Behandlung mit Aspirin ersatzlos abzubrechen, obwohl eine hohe Motivation sowie eine umfassende Aufklärung durch den Arzt vorhanden waren. Wurde magenschonendes Aspirin verabreicht, so zeigen alle Untersuchungen, dass bei den Patienten eine höhere Akzeptanz vorhanden ist.

Als Ziel muss der Arzt sowohl in der Primär- als auch in der Sekundär-Prävention eine Verbesserung der individuellen Compliance erreichen, um eine dauerhafte Medikamentenbindung zu gewährleisten, die von einer langanhaltenden Konkordanz mit dem Patienten begleitet wird.

Nach einem Vortrag von
Priv. Doz. Dr. med. Friedhelm Späh, Krefeld
anläßlich der
73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung Sept. 2007. Die Veranstaltung wurde unterstützt von Bayer Vital (Dr. J. Wolff; MEDIZIN ASPEKTE)

Fachinformation: Aspirin protect 100 mg / - 300 mg

Weitere Vorträge zum Fokus Diabetiker:
Kardiovaskuläre Erkrankungen: Primärprävention - Leitlinien - Behandlungsbedarf und –realität

Aktuelles zu einer kardiovaskulären Hochrisikogruppe

Weitere Informationen zu: Bayer Vital

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