Stammzelltherapie

Studienergebnisse der Rostocker Stammzellstudie in USA präsentiert


Rostocker Herzchirurgen präsentierten ihre klinischen Ergebnisse der kardialen Stammzelltherapie bei chronischer Herzinsuffizienz vor internationalem Publikum in den USA. Forum war der Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (AATS), der derzeit in Philadelphia tagt. Professor Dr. Gustav Steinhoff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Rostock, stellte die Langzeitergebnisse bis zu fünf Jahren der unter seiner Federführung vorgenommene Studie zur kardialen Stammzelltherapie vor. Dabei waren seit 2001 Patienten mit chronischer Herzschwäche nach einem Herzinfarkt mit körpereigenen Stammzellen behandelt wurden. Die Rostocker Studie belegt, dass diese neue Art der Behandlung auch auf längere Sicht erfolgreich ist, weil sie die Leistung des Herzens dauerhaft verbessert und die Regeneration des beschädigten Herzmuskels ermöglicht. Eine Multicenter-Studie an mehreren Krankenhäusern sei bereits in Vorbereitung.

Professor Steinhoff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Rostock, und seine Mitarbeiter stellten der internationalen Öffentlichkeit die Ergebnisse ihrer Studie zur kardialen Stammzelltherapie vor. Dabei wurden Patienten nach einem Herzinfarkt körpereigene Stammzellen direkt in den Herzmuskel injiziert. Ergebnis der Behandlung war eine Verbesserung der Herzfunktion und sogar die Wiederherstellung beschädigten Herzgewebes durch die Stammzellen. "Wir haben in einer Studie unter gut kontrollierten Bedingungen insgesamt 40 Patienten verglichen und auch in der Langzeitbeobachtung eine signifikante Verbesserung der Herzfunktion nachweisen können", so Professor Steinhoff. Phase I und Phase II der Studie seien nunmehr abgeschlossen und haben die Sicherheit und Effizienz der Behandlung beweisen können. Insgesamt sind schon über hundert Patienten weltweit mit der Injektion von aufgereinigten AC133+ Knochenmarkstammzellen behandelt worden. Wegen der positiven Ergebnisse sei nun eine Multicenter-Studie in Planung. Dabei wird die in Rostock entwickelte Behandlungsmethode an mehreren anderen Kliniken im ganzen Bundesgebiet und international getestet.


"Unsere Präsentation hatte eine sehr große Resonanz und wurde lebhaft diskutiert", sagt Professor Steinhoff. Dies sei umso wichtiger, als der derzeit laufende Kongress das auch international meinungsbildende Forum für das Fachgebiet Herzchirurgie darstelle, so Professor Steinhoff weiter. Die Tagung der amerikanischen Gesellschaft für Thoraxchirurgie AATS (American Association for Thoracic Surgery) begann am 29. April und dauerte bis zum 3. Mai 2006 an. Fast 4000 Herzchirurgen aus der ganzen Welt trafen sich zu diesem Kongress im Pennsylvania Convention Center in Philadelphia. (idw)

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