Depressionen: Johanniskraut vertreibt die schlechte Stimmung
Johanniskraut hat den Beweis seiner Wirksamkeit bei leichten bis mittelschweren Depressionen durch viele Studien längst erbracht. Dennoch wird diese Heilpflanze von der Schulmedizin oft ignoriert - oder es wird sogar vor ihrer Anwendung gewarnt. Gerade vor dem Hinter- grund der aktuellen Diskussion um moderne Antidepressiva gilt es, das Potenzial von Johanniskraut zu würdigen.
Schon Paracelsus (1493-1541) beschrieb die antidepressive Wirkung des Johanniskrauts (Hypericum perfoliatum). Doch es dauerte lange, bis ihr herausragender Stellenwert in der Behandlung depressiver Zustände erkannt wurde. Und noch heute wird die Pflanze von Teilen der Schul- medizin regelrecht angefeindet.
Die Wirksamkeit von Johanniskrautextrakt konnte jedoch in 40 klinischen Studien nach wissenschaftlich anerkanntem Standard nachgewiesen werden - bei guter Verträglichkeit und geringerem Nebenwirkungs- potenzial als synthetische Antidepressiva! Dies betont Prof. Dr. med. Volker Schulz (Berlin), Präsident der Gesellschaft für Phytotherapie, die Forschung mit pflanzlichen Arzneimitteln fördert.
Praxisstudien konnten zeigen, dass Johanniskraut nicht nur die psy- chischen, sondern auch körperliche Begleitsymptome wie chronische Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Magen- oder Herzbe- schwerden, deutlich reduziert. Neben depressiven Verstimmungen lassen sich auch bei Ängsten, nervöser Unruhe, Erschöpfung, Schlaf- störungen, Wetterfühligkeit, Wechseljahrsbeschwerden, Migräne und Reizblase Erfolge erzielen.
Bei einer diagnostizierten Depression werden 900 mg Gesamtextrakt pro Tag, bei leichteren depressiven Verstimmungen 300 bis 600 mg über drei bis sechs Monate verordnet. Die Wirkung tritt allerdings erst nach zwei bis sechs Wochen ein. Schwere Depressionen, Angstzustände und Psychosen müssen meist mit synthetischen Mitteln behandelt werden.
Unter den Nebenwirkungen wird immer wieder auf eine erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilisierung) hingewiesen. Zwar ist diese theoretisch möglich, aber - selbst bei 900 mg täglich - äußerst selten. Allerdings können bei gleichzeitiger Anwendung von blutgerinnungs- hemmenden Mitteln, bestimmten Antibiotika, Digoxin (Digitalispräparate für das Herz) und Theophyllin (Mittel gegen Bronchialasthma) Wechsel- wirkungen auftreten. Daher sollte die Johanniskraut-Anwendung idealer Weise vom Arzt veranlasst werden. Hypericum-Präparate sind preis- werter als synthetische Antidepressiva, und sie werden - sofern vom Arzt verschrieben - von den Krankenkassen erstattet. (ots)
Schon Paracelsus (1493-1541) beschrieb die antidepressive Wirkung des Johanniskrauts (Hypericum perfoliatum). Doch es dauerte lange, bis ihr herausragender Stellenwert in der Behandlung depressiver Zustände erkannt wurde. Und noch heute wird die Pflanze von Teilen der Schul- medizin regelrecht angefeindet.
Die Wirksamkeit von Johanniskrautextrakt konnte jedoch in 40 klinischen Studien nach wissenschaftlich anerkanntem Standard nachgewiesen werden - bei guter Verträglichkeit und geringerem Nebenwirkungs- potenzial als synthetische Antidepressiva! Dies betont Prof. Dr. med. Volker Schulz (Berlin), Präsident der Gesellschaft für Phytotherapie, die Forschung mit pflanzlichen Arzneimitteln fördert.
Praxisstudien konnten zeigen, dass Johanniskraut nicht nur die psy- chischen, sondern auch körperliche Begleitsymptome wie chronische Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Magen- oder Herzbe- schwerden, deutlich reduziert. Neben depressiven Verstimmungen lassen sich auch bei Ängsten, nervöser Unruhe, Erschöpfung, Schlaf- störungen, Wetterfühligkeit, Wechseljahrsbeschwerden, Migräne und Reizblase Erfolge erzielen.
Bei einer diagnostizierten Depression werden 900 mg Gesamtextrakt pro Tag, bei leichteren depressiven Verstimmungen 300 bis 600 mg über drei bis sechs Monate verordnet. Die Wirkung tritt allerdings erst nach zwei bis sechs Wochen ein. Schwere Depressionen, Angstzustände und Psychosen müssen meist mit synthetischen Mitteln behandelt werden.
Unter den Nebenwirkungen wird immer wieder auf eine erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilisierung) hingewiesen. Zwar ist diese theoretisch möglich, aber - selbst bei 900 mg täglich - äußerst selten. Allerdings können bei gleichzeitiger Anwendung von blutgerinnungs- hemmenden Mitteln, bestimmten Antibiotika, Digoxin (Digitalispräparate für das Herz) und Theophyllin (Mittel gegen Bronchialasthma) Wechsel- wirkungen auftreten. Daher sollte die Johanniskraut-Anwendung idealer Weise vom Arzt veranlasst werden. Hypericum-Präparate sind preis- werter als synthetische Antidepressiva, und sie werden - sofern vom Arzt verschrieben - von den Krankenkassen erstattet. (ots)
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