Brustkrebs - Sorafenib Therapie in Kombination mit Chemotherapie verlängert progressionsfreie Überlebenszeit bei Brustkrebs um 74 Prozent
Brustkrebs - Eine Phase-II-Studie bei fortgeschrittenem Brustkrebs zeigt, dass Sorafenib in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin die progressionsfreie Überlebenszeit signifikant um 74 Prozent verlängert. Die Daten wurden jetzt auf dem gemeinsam ausgerichteten 15. Kongress der European CanCer Organisation (ECCO) und der 34. Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Berlin vorgestellt. Jose Baselga, M.D., Leiter und Medizinprofessor am Vall d'Hebron Institut für Onkologie in Barcelona, wissenschaftlicher Leiter der spanischen Krebs-Arbeitsgruppe SOLTI und Hauptprüfarzt dieser Studie, präsentierte die Ergebnisse.
Den Daten zufolge erreichten Patientinnen, die Sorafenib plus Capecitabin einnahmen, eine um 74 Prozent verlängerte Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung gegenüber Patientinnen, die nur die Chemotherapie erhielten. Der Unterschied der mittleren progressionsfreien Überlebenszeit zwischen beiden Behandlungsarmen war statistisch signifikant (6,4 Monate versus 4,1 Monate; HR=0,576; p=0,0006).
„Diese neuen Daten bedeuten möglicherweise einen wichtigen Fortschritt bei der Behandlung von Brustkrebs, der zweithäufigsten krebsbedingten Todesursache von Frauen“, sagte Dimitris Voliotis, zuständig für die globale klinische Entwicklung von Sorafenib bei Bayer HealthCare. „Aufbauend auf diesen positiven Studien-Daten werden wir unser umfangreiches Entwicklungsprogramm für Sorafenib gegen Brustkrebs in einer Reihe verschiedener Behandlungsschemata fortsetzen.“
Die Studie, an der Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HER-2-negativen (ohne Überexpression des HER-2-Proteins) Brustkrebs teilnahmen, untersuchte Sorafenib in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin. Insgesamt zeigte die Behandlung mit Sorafenib und Capecitabin eine akzeptable Verträglichkeit; die beobachteten Nebenwirkungen waren bereits bekannt. Häufige behandlungsbezogene Nebenwirkungen des Grades 3 oder 4 beinhalteten Hand-Fuß-Hautreaktion, Diarrhö, Atemnot, Neutropenie sowie Entzündung der Mundschleimhaut.
Über die Phase-II-Brustkrebs-Studie Sorafenib in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Capecitabin
Die randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Phase-II-Studie untersuchte Sorafenib in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin bei 229 Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HER-2-negativen (ohne Überexpression des HER-2-Proteins) Brustkrebs, die vorher nicht mehr als eine Chemotherapie-Behandlung erhalten hatten. Der primäre Endpunkt der Studie war die Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung. Sekundäre Endpunkte beinhalteten das Gesamtüberleben, die Zeit bis zum Fortschreiten des Tumors sowie die Sicherheit. Die Patientinnen erhielten im dreiwöchentlichen Zyklus randomisiert entweder oral zweimal täglich 400mg Sorafenib in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin oder Plazebo und zusätzlich das Chemotherapeutikum Capecitabin in der Dosierung 1000mg/m2 Körperoberfläche zweimal täglich über 14 Tage, gefolgt von einer siebentägigen Einnahmepause von Capecitabin.
Über das Sorafenib-Entwicklungsprogramm bei Brustkrebs
Sorafenib wird in einem Programm namens TIES (Trials to Investigate the Effect of Sorafenib in Breast Cancer) in Zusammenarbeit mit unabhängigen Institutionen sowie einzelnen Wissenschaftlern in einer Reihe von verschiedenen Behandlungsschemata bei Brustkrebs untersucht. Darunter sind drei laufende randomisierte Phase-II-Studien: In einer wird Sorafenib plus Paclitaxel in der Erstlinienbehandlung untersucht, in einer weiteren Sorafenib plus Gemcitabin oder Capecitabin in der Erst- oder Zweitlinienbehandlung nach einer vorherigen Bevacizumab-Therapie. In der dritten Studie werden Nexavar plus Docetaxel und / oder Letrozol in der Erstlinienbehandlung eingesetzt.
Über Brustkrebs
Brustkrebs ist weltweit mit insgesamt ca. 1,3 Millionen Erkrankungen in den Jahren 2007 und 2008 die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Frauen sowie die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen mit ca. 465.000 Fällen im gleichen Zeitraum. In der westlichen Welt wird jede vierte Frau, die an Krebs erkrankt, mit Brustkrebs diagnostiziert. Jedes Jahr treten in den USA ca. 200.000 und in Europa ca. 430.000 neue Fälle von Brustkrebs auf. Mehr als 40.000 Frauen in den USA und ca. 130.000 in Europa sterben jedes Jahr an Brustkrebs.
Sorafenib beeinflusst Zellproliferation (Wachstum) als auch Angiogenese (Gefäßneubildung)
Sorafenib setzt sowohl bei der Tumorzelle als auch bei der Gefäßversorgung des Tumors an. Wie präklinische Studien gezeigt haben, greift die Wirkung von Sorafenib bei Kinasen zweier Klassen an, von denen bekannt ist, dass sie sowohl an der Zellproliferation (Wachstum) als auch an der Angiogenese (Blutversorgung) beteiligt sind – zwei wichtigen Prozessen, die das Krebswachstum ermöglichen. Zu diesen Kinasen gehören die Raf-Kinase, VEGFR-1, VEGFR-2, VEGFR-3, PDGFR-B, KIT, FLT-3 und RET.
Sorafenib ist bereits in mehr als 80 Ländern für die Behandlung von Leberzellkrebs und in mehr als 90 Ländern für die Nierenzellkrebs-Therapie zugelassen. Die europäische Zulassung von Sorafenib umfasst die Therapie des Leberzellkarzinoms sowie die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen eine vorherige Interferon-alpha- oder Interleukin-2-basierte Therapie versagt hat oder die für eine solche Therapie nicht geeignet sind. (Bayer 10/2009)
Den Daten zufolge erreichten Patientinnen, die Sorafenib plus Capecitabin einnahmen, eine um 74 Prozent verlängerte Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung gegenüber Patientinnen, die nur die Chemotherapie erhielten. Der Unterschied der mittleren progressionsfreien Überlebenszeit zwischen beiden Behandlungsarmen war statistisch signifikant (6,4 Monate versus 4,1 Monate; HR=0,576; p=0,0006).
„Diese neuen Daten bedeuten möglicherweise einen wichtigen Fortschritt bei der Behandlung von Brustkrebs, der zweithäufigsten krebsbedingten Todesursache von Frauen“, sagte Dimitris Voliotis, zuständig für die globale klinische Entwicklung von Sorafenib bei Bayer HealthCare. „Aufbauend auf diesen positiven Studien-Daten werden wir unser umfangreiches Entwicklungsprogramm für Sorafenib gegen Brustkrebs in einer Reihe verschiedener Behandlungsschemata fortsetzen.“
Die Studie, an der Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HER-2-negativen (ohne Überexpression des HER-2-Proteins) Brustkrebs teilnahmen, untersuchte Sorafenib in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin. Insgesamt zeigte die Behandlung mit Sorafenib und Capecitabin eine akzeptable Verträglichkeit; die beobachteten Nebenwirkungen waren bereits bekannt. Häufige behandlungsbezogene Nebenwirkungen des Grades 3 oder 4 beinhalteten Hand-Fuß-Hautreaktion, Diarrhö, Atemnot, Neutropenie sowie Entzündung der Mundschleimhaut.
Über die Phase-II-Brustkrebs-Studie Sorafenib in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Capecitabin
Die randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Phase-II-Studie untersuchte Sorafenib in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin bei 229 Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HER-2-negativen (ohne Überexpression des HER-2-Proteins) Brustkrebs, die vorher nicht mehr als eine Chemotherapie-Behandlung erhalten hatten. Der primäre Endpunkt der Studie war die Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung. Sekundäre Endpunkte beinhalteten das Gesamtüberleben, die Zeit bis zum Fortschreiten des Tumors sowie die Sicherheit. Die Patientinnen erhielten im dreiwöchentlichen Zyklus randomisiert entweder oral zweimal täglich 400mg Sorafenib in Kombination mit dem oral verfügbaren Chemotherapeutikum Capecitabin oder Plazebo und zusätzlich das Chemotherapeutikum Capecitabin in der Dosierung 1000mg/m2 Körperoberfläche zweimal täglich über 14 Tage, gefolgt von einer siebentägigen Einnahmepause von Capecitabin.
Über das Sorafenib-Entwicklungsprogramm bei Brustkrebs
Sorafenib wird in einem Programm namens TIES (Trials to Investigate the Effect of Sorafenib in Breast Cancer) in Zusammenarbeit mit unabhängigen Institutionen sowie einzelnen Wissenschaftlern in einer Reihe von verschiedenen Behandlungsschemata bei Brustkrebs untersucht. Darunter sind drei laufende randomisierte Phase-II-Studien: In einer wird Sorafenib plus Paclitaxel in der Erstlinienbehandlung untersucht, in einer weiteren Sorafenib plus Gemcitabin oder Capecitabin in der Erst- oder Zweitlinienbehandlung nach einer vorherigen Bevacizumab-Therapie. In der dritten Studie werden Nexavar plus Docetaxel und / oder Letrozol in der Erstlinienbehandlung eingesetzt.
Über Brustkrebs
Brustkrebs ist weltweit mit insgesamt ca. 1,3 Millionen Erkrankungen in den Jahren 2007 und 2008 die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Frauen sowie die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen mit ca. 465.000 Fällen im gleichen Zeitraum. In der westlichen Welt wird jede vierte Frau, die an Krebs erkrankt, mit Brustkrebs diagnostiziert. Jedes Jahr treten in den USA ca. 200.000 und in Europa ca. 430.000 neue Fälle von Brustkrebs auf. Mehr als 40.000 Frauen in den USA und ca. 130.000 in Europa sterben jedes Jahr an Brustkrebs.
Sorafenib beeinflusst Zellproliferation (Wachstum) als auch Angiogenese (Gefäßneubildung)
Sorafenib setzt sowohl bei der Tumorzelle als auch bei der Gefäßversorgung des Tumors an. Wie präklinische Studien gezeigt haben, greift die Wirkung von Sorafenib bei Kinasen zweier Klassen an, von denen bekannt ist, dass sie sowohl an der Zellproliferation (Wachstum) als auch an der Angiogenese (Blutversorgung) beteiligt sind – zwei wichtigen Prozessen, die das Krebswachstum ermöglichen. Zu diesen Kinasen gehören die Raf-Kinase, VEGFR-1, VEGFR-2, VEGFR-3, PDGFR-B, KIT, FLT-3 und RET.
Sorafenib ist bereits in mehr als 80 Ländern für die Behandlung von Leberzellkrebs und in mehr als 90 Ländern für die Nierenzellkrebs-Therapie zugelassen. Die europäische Zulassung von Sorafenib umfasst die Therapie des Leberzellkarzinoms sowie die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen eine vorherige Interferon-alpha- oder Interleukin-2-basierte Therapie versagt hat oder die für eine solche Therapie nicht geeignet sind. (Bayer 10/2009)
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