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Im Wechselbad der Wechseljahre

(djd). Aktiv, strahlend und begehrenswert - so möchten sich moderne Frauen auch im Alter fühlen. Doch mit den Wechseljahren finden sich viele in einem nie gekannten Gefühlschaos wieder. Sie fühlen sich matt und unattraktiv. "Die hormonelle Umstellung kann Auswirkungen auf die Stimmungslage haben, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind", erklärt Dr. Marianne Röbl-Mathieu. Das emotionale Auf und Ab höre häufig erst wieder auf, wenn der Hormonhaushalt vollständig umgestellt sei, so die Münchner Frauenärztin.

Östrogenmangel beeinträchtigt sexuelle Aktivität

Entsprechend groß ist die Verunsicherung. Zwar kommt die Tatsache, dass sie sich mit dem Ende der Fruchtbarkeit nicht mehr um Monatshygiene und Verhütung kümmern müssen, den meisten Frauen sehr entgegen. Gleichzeitig stellen sie jedoch ein schwindendes Interesse an sexuellen Aktivitäten fest. Nicht selten stecken auch Schmerzen hinter dem Libidoverlust, denn der Östrogenrückgang lässt die Scheidenhaut empfindlicher und dünner werden. Viele Frauen werden auch nicht mehr so feucht wie früher. Schweißausbrüche und Hitzewallungen sorgen zudem dafür, dass zärtliche Berührungen des Partners als unangenehm empfunden werden.

Risikoarme Behandlung bevorzugt

Wird den Frauen eine Hormontherapie verordnet, kann auch das positive Körpergefühl und der Spaß an Zärtlichkeiten zurückgewonnen werden. "Östrogengaben verbessern die vaginale Trockenheit und zusätzlich die psychische Aufgeschlossenheit", erklärt Dr. Alexander Römmler. Da Östrogen und Progesteron natürlicherweise auch zur Gesunderhaltung vieler Organsysteme und deren Funktionen beitragen, sei ein Hormonersatz zudem eine Maßnahme zur Vorbeugung von Folgeerkrankungen wie Osteoporose, so der Mitbegründer des Münchner Hormonzentrums. Allerdings müssen dabei auch Risiken abgewogen werden: "Dazu gehören thrombotische Ereignisse, die aber unter der Darreichung eines Östrogen Gels, wie etwa Gynokadin-Dosiergel, kaum noch vermehrt zu beobachten sind", weiß der Privatdozent. Bei den Gestagenen gilt dem Experten zufolge natürliches Progesteron als relativ risikoarm.

(contentquelle 2011/10)


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