Die Ergebnisse der BENEFIT- und BEYOND-Studien

MS: Die Ergebnisse der BENEFIT- und BEYOND-Studien

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ZNS-Erkrankung Multiple Sklerose: Zentrales Nervensystem bei MS angegriffen - typische MS Symptome wie Sehstörungen und Müdigkeit durch frühe Beta-Interferontherapie reduzieren
Multiple Sklerose (MS) zu haben, ist ein Schicksal, die jeden Betroffenen ein Leben lang belastet, denn MS ist eine chronische, nicht heilbare Krankheit. Innovative Therapien mit Beta-Interferon ermöglichen heute aber bei frühzeitigem Therapiebeginn eine lange beschwerdefreie Zeit. Damit hat die Diagnose MS für viele MS-Patienten kaum Auswirkungen auf die Lebenserwartung.

Diagnose MS: Therapieren und nicht abwarten
Nach Statistiken bleiben zwei von drei Menschen mit MS ihr Leben lang gehfähig. Die anderen benötigen eventuell einen Gehstock oder ein anderes Hilfsmittel. Trotz der positiven Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch viele Betroffene, bei denen MS diagnostiziert wird, die aber nicht sofort mit innovativen Therapeutika behandelt werden. Das ist unverständlich und ein Schlag gegen den Sachverstand moderner Medizin.

Dr. med. Wolfgang Feneberg, Oberarzt an der Marianne Strauss Klinik in Berg/Kempfenhausen am Starnberger See, ist Facharzt für Neurologie und Spezialist für MS. Er vertritt die Erfolge einer frühzeitigen und durchgängigen Interferontherapie mit Beta-Interferon. Dabei zitiert er Ergebnisse einer Studie von Kappos et al. (1), die zeigt, dass das Ausbruchrisiko einer klinisch eindeutigen MS über einen Fünfjahreszeitraum um 37% gemindert werden kann, wenn Patienten bereits bei einem ersten auf MS hindeutenden Schub mit Betaferon behandelt werden. Auch Kognitive Fähigkeiten, gemessen am PASAT-Score, bleiben länger erhalten. Außerdem ist für eine Therapie mit Betaferon belegt, dass die Behinderungsprogression langsamer fortschreitet und sich die Notwendigkeit zur Verwendung eines Rollstuhls hinauszögern läßt (2).

Bei jungen Erwachsenen ist MS eine der häufigsten Krankheiten des zentralen Nervensystems. Auf drei Frauen mit MS kommen zwei Männer mit MS. Fünfundachtzig Prozent der Menschen, die eine auf MS deutende Attacke haben, erhalten innerhalb der folgenden zwei Jahre die Diagnose MS.

Multiple Sklerose MS - eine chronische Autoimmunerkrankung des Zentralnervensystems (ZNS)
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische, in ihrem Verlauf unberechenbare Erkrankung des Zentralnervensystems (ZNS), das aus Gehirn, Rückenmark und Sehnerven besteht. Man geht davon aus, dass es sich dabei um eine Autoimmunerkrankung handelt; das bedeutet, dass das eigene Immunsystem gesunde Zellen und Gewebe angreift. Dadurch wird das Myelin (die schützende Isolationsschicht, die die Nervenfasern des ZNS umgibt) zerstört. Ab einem bestimmten Erkrankungsstadium beeinträchtigt dies die Kommunikation zwischen den Nervenzellen im ZNS, was zum Auftreten von MS-Symptomen führt.

Die genaue Ursache der MS ist zwar noch unbekannt; wissenschaftliche Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass diese Erkrankung durch eine Kombination von genetischen Faktoren und Umweltfaktoren verursacht wird.

Symptome der MS variieren
Für die meisten Patienten stellt sich MS als Krankheit dar, die in Schüben verläuft. Zeiten mit scheinbarer Gesundheit werden durch Phasen mit zunehmend heftig werdenden Symptomen unterbrochen. Da liegt es nahe, dass gerade in der Anfangsphase der MS Patienten bei monatelangen symptomfreien Intervallen die Dringlichkeit einer Therapie verkennen. Abbruchraten von 55%-60% sind unabhängig von Therapieform und Medikament bekannt.

Die Symptome der MS variieren von Person zu Person und können unberechenbar sein. Folgende Symptome können bei der MS auftreten:
  • Müdigkeit oder Erschöpfung
  • Unscharfes Sehen auf einem oder beiden Augen
  • Schwäche in einem oder beiden Beinen
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Gesicht, Armen, Beinen und Rumpf
  • „Bandförmiges" Taubheitsgefühl rund um Brust oder Bauch
  • Kribbeln beim Vorbeugen des Nackens
  • Spastizität (Muskelsteifheit)
  • Schwindel
  • Doppeltsehen
  • Undeutliches Sprechen
  • Verlust der Kontrolle über die Harnblase

Es müssen aber nicht unbedingt alle diese Symptome auftreten; manchmal ist auch gar keines davon zu beobachten. Nach ein paar Tagen oder Wochen lassen die Symptome häufig nach oder bessern sich.

Symptomfreie Intervallzeiten bei Multipler Sklerose: unbehandelte MS verschlimmert sich trotzdem
Wird MS nicht behandelt, bedeuten symptomfreie Intervallzeiten keineswegs, dass sich die MS nicht weiterentwickelt. Vielmehr schreitet der Abbau der Nervenzellen im Gehirn kontinuierlich voran, wie sich an der Zahl und Größe von Läsionen im Gehirn nachweisen läßt. Die Entwicklung der MS verläuft individuell unterschiedlich schnell. Schon in den Frühstadien einer MS, noch ehe dauerhafte Symptome oder Behinderungen auftreten, kann es zu einer irreversiblen Schädigung von Nervenfasern (Axonen) kommen. Auch eine Hirnschrumpfung kann schon frühzeitig auftreten, und die Schädigung kann selbst dann voranschreiten, wenn der Patient keinerlei Symptome eines MS-Schubs verspürt und sich wohl fühlt. Daher empfehlen MS-Spezialisten den frühzeitigen Einsatz eines Medikaments, das die Entstehung von Läsionen und das Auftreten einer Hirnatrophie (Hirnschrumpfung) wirksam eindämmt.

Compliance der MS-Therapie mit MS-Schwestern deutlich verbessert
Um das Verständnis für MS bei Patienten zu wecken und sie von der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Therapie auch während der symptomfreien Zeit zu überzeugen, hat sich die Betreuung der Betroffenen durch MS-Schwestern bewährt. So konnte in einer international angelegten Studie gezeigt werden, dass sich die Abbruchrate bei der MS-Therapie um 50% von 60% auf 9% senken läßt, wenn die Patienten im Rahmen des BETAPLUS®-Betreuungsprogramm aktiv und individuell betreut werden. Dazu gehört die Einzel-Schulung des Patienten in seiner vertrauten Umgebung ebenso dazu wie eine telefonische Hotline mit persönlicher Betreuung, ein SMS-Erinnerungs-Service, Broschüren zu unterschiedlichsten Themenkreisen und eine anwendungsfreundliche und informative Website unter www.ms-gateway.de.

BETAPLUS®-Betreuungsprogramm durch Kampagne „Mastering MS“ ergänzt
„Die Informationen zur Erkrankung sind für uns Betroffene sehr wichtig, damit wir lernen können, mit der Erkrankung im Alltag fertig zu werden“, berichtete Marion Husterer aus Ernsgaden, die seit acht Jahren an einer Multiplen Sklerose leidet. „Ich habe das Betreuungsprogramm als sehr hilfreich empfunden, weil ich dort immer einen Ansprechpartner für meine Sorgen und Nöte hatte“, betonte die junge Frau. Dass jede Erleichterung für die Betroffenen bedeutsam ist, zeigt Michael Staschewski, Leiter Marketing Neurologie/Immunologie bei Bayer Vital, anhand einer Umfrage bei 650 Patienten in 12 Ländern: 80 Prozent der Teilnehmer gaben an, durch die Erkrankung in ihrem sozialen Leben beeinträchtigt zu sein und Hilfe zu benötigen.

Sinnvolle Ergänzung findet das Betreuungsprogramm durch die Kampagne „Mastering MS“. Sie soll das Wissen um die MS in der Öffentlichkeit verbessern und die Betroffenen in der Krankheitsbewältigung stärken.

Marion Husterer (r.) ist seit 2001 MS-Patientin. Zusammen mit BETAPLUS-Schwester Tatjana Gruner (li.) hat sie gut Lachen: Dank eisernem Willen und einer erfolgreichen Therapie ist sie seit zwei Jahren nicht mehr auf den Rollstuhl angewiesen. (Bild: MEDIZIN ASPEKTE Dr. J. Wolff)

Fatigue, depressive Verstimmungen und Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit lassen sich bei MS mindern
Ein Fokus der Kampagne liegt darauf, die bislang wenig beachteten nicht-motorischen Symptome der Krankheit besser bekannt zu machen. So leiden viele MS-Patienten unter einer Fatigue (ständige Müdigkeit), unter depressiven Verstimmungen und unter einer Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit. „Solche eher verborgenen Symptome schränken die Lebensqualität oft erheblich stärker ein als die mehr augenfälligen, motorischen Störungen“, betonte Dr. med. Feneberg aus Berg.

Betaferon®, das als erstes immunmodulierendes Therapeutikum bei der MS bereits 1993 in den USA auf den Markt kam, kann nach Staschewski durch die Reduktion der Schubfrequenz wesentlich dazu beitragen, dass es den Patienten auf lange Sicht besser geht. Dass die Behandlung zugleich in hohem Maße kalkulierbar ist, dokumentieren Langzeitdaten, die z.B. in Beobachtungsstudien über eine Dauer von 16 Jahren ein gut etabliertes Sicherheitsprofil zeigen. „Die 20-Jahres-Daten erwarten wir Anfang des kommenden Jahres“, erklärte Staschewski in München. Das Beta-Interferon ist nach seinen Angaben derzeit in mehr als 100 Ländern zugelassen und es gibt Therapierfahrungen über mehr als eine Million Patientenjahre mit dem Wirkstoff. (MEDIZIN ASPEKTE Dr. Joachim Wolff 12/2009)

Veranstaltung
Mastering MS: Leben mit der Diagnose Multiple Sklerose
Veranstalter: Bayer Vital
Veranstaltungsort: München
  • Dr. med. Wolfgang Feneberg
    Oberarzt Marianne-Strauß-Klinik
    Behandlungszentrum für Multiple Sklerose GmbH
    MS aus Sicht des behandelnden Arztes
  • Marion Husterer
    MS-Patientin
    Erfahrungsbericht: Bewältigung der MS im Alltag
  • Tatjana Grüner
    BETAPLUS-Schwester
    BETAPLUS und die Rolle der Nurse
  • Michael Staschewski
    Bayer Vital GmbH Leiter Marketing Neurologie/lmmunologie
    Mastering MS: Leben mit der Diagnose Multiple Sklerose


Quellen
  1. Kappos et al. Lancet Neuroloy; im Druck
  2. Goodin D et al. The Interferon Beta-1b 16 Year Long-Term Follow-Up Study: Measuring Efficacy After Controlling for Bias in Long-Term Follow-Up Trials; Präsentation beim Jahrestreffen der American Academy of Neurology (AAN) Annual Meeting, Seattle, WA, USA, April 2009


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