Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
Diabetes bei Schwangeren - Engagement von Bayer HealthCareThis text will be replaced
Schwangerschaftsdiabetes - Diabetologen empfehlen zur Früherkennung des Gestationsdiabetes für jede Schwangere ein Diagnose-Screening
90 Prozent aller niedergelassenen Gynäkologen empfehlen bei jeder Schwangeren ein Screening auf Gestationsdiabetes (GDM). So lautet die über-raschende Kernaussage einer Studie, die zwischen Juni und November 2008 von der Forschergruppe Diabetes der TU München mit Unterstützung von Bayer Diabetes Care durchgeführt wurde.
GDM-Screening als Kassenleistung
Gestationsdiabetes ist nach ICD 10 eine Glukosetoleranzstörung, die das erste Mal während der Schwangerschaft auftritt. Dabei handelt es sich um keinen festen Diabetes mellitus. Da es sowohl für die Mutter als auch für die Embryos zu Kurz- und Langzeitschäden kommen kann, ist nach Dr. Helmut Kleinwechter, Sprecher der AG Diabetes und Schwangerschaft der DDG, ein Diagnose-Screening zur Früherkennung eines Gestationsdiabetes medizinisch sinnvoll.
„Es ist notwendig, ein GDM-Screening für jede Schwangere
durchzuführen und das Bewusstsein unter den Gynäkologen für die Durchführung ist vorhanden“, informiert Studienleiter Priv.Doz. Martin Füchtenbusch das Studienergebnis. „Trotzdem ist bekannt, dass das Screening in der Realität zu selten durchgeführt wird“. Ebenso informiert auch Dr. Kleinwechter: „Die Perinatalstatistik der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) zeigt, dass der Schwangerschaftsdiabetes in Deutschland noch immer in mehr als 50 Prozent aller Fälle übersehen wird. Dies hat für Mutter und Kind gravierende Folgen.“ Die Experten sind sich einig, dass Gründe hierfür in der unklaren und uneinheitlichen Vergütungssituation liegen. In den meisten Bundesländern ist das GDM-Screening eine IGeL Leistung. Die Patientinnen zahlen somit zirka 10 bis 30 Euro für ein Screening. Sozial schwächer gestellte Frauen verzichten deshalb auf ein Screening. Die Forderung der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Schwangerschaft der DDG beantragt aus diesem Grund ein GDM-Screening, das als Kassenleistung den Patientinnen angeboten wird und somit sozial schwächer gestellte Patientinnen nicht benachteiligt.

Schwangerschaftsdiabetes - oraler Glukosetoleranztest (oGTT) liefert Diagnosewerte
Nur etwa 71 Prozent der Gynäkologen, die ein Screening durchführen, verwenden dafür den empfohlenen vollständigen oralen Glukosetoleranztest (oGTT) mit 75 g Glukose. 29 Prozent der Gynäkologen wenden zunächst den 1h-Challenge-Test an, der unabhängig von der Tageszeit durchgeführt werden kann, aber nach Meinung der Experten nicht die erforderliche Präzision bietet. Zu bemängeln sei auch, so Studienleiter Füchtenbusch, dass fast die Hälfte der Gynäkologen den Blutzucker im Belastungstest mittels Handblutzuckermessgerät erfasst, anstatt die empfohlene qualitätskontrollierte Laborbestimmung durchzuführen. „Blutzuckermessgeräte eignen sich hervorragend zur Selbstkontrolle im Rahmen der Therapie, nicht jedoch für die Erstdiagnose“, so Füchtenbusch.
Diagnose Gestationsdiabetes - Unsicherheit hinsichtlich der anzuwendenden Grenzwerte
Mehr als 80 Prozent der befragten Gynäkologen gaben an, die Leitlinien-Grenzwerte für den oGTT (Nüchternwert 90 mg/dl, 1-Stundenwert 180 mg/dl, 2-Stundenwert 155 mg/dl, kap.Vollblut) zu verwenden. Fast jeder Fünfte jedoch würde niedrigere Werte ansetzen. Studienleiter Füchtenbusch: „Leider konnte auch die HAPO-Studie (Hyperglycemia and Adverse Pregnancy Outcomes, Erstveröffentlichung: New England Journal of Medicine 2008, May 8;358(19):1991-2002) bis zum jetzigen Zeitpunkt keine verbindliche Antwort auf die Grenzwert-Frage geben, weil sie zeigte, dass das Risiko linear mit den Blutzuckerwerten ansteigt. Ein Schwellenwert, der die Grenze zum Gefährdungsbereich eindeutig markiert, war nicht erkennbar“. Helmut Kleinwechter erwartet dennoch, dass in Kürze eine verbindliche Leitlinie herausgegeben wird.
Diabetologen sind bereits gut vorbereitet
Die Diabetologen sind gut vorbereitet, sollte jede Schwangere ein GDM-Screening als Kassenleistung erhalten
Diagnostiziert der niedergelassene Gynäkologe ein Gestationsdiabetes, so überweist die große Mehrheit die Patientin an einen Diabetologen. Privatdozent Dr. Martin Füchtenbusch: „Die Studie zeigt, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen und Diabetolgen bereits sehr gut etabliert ist“. Auch im Falle eines generellen Screenings für alle Schwangeren als Kassenleistung sind die Diabetologen bestens vorbereitet. In Deutschland gibt es etwa 10.000 niedergelassene Gynäkologen und rund 1.100 diabetologische Schwerpunktpraxen. Eine gute Versorgung der Patientinnen ist somit sichergestellt. (05/2009)
Quelle
Jahreskongress 2009 der Deutschen Diabetes Gesellschaft
Leipzig
Forum
Erkennung von Diabetes Typ I und Gestationsdiabetes in Deutschland
Sponsor: Bayer HealthCare
Referenten
GDM-Screening als Kassenleistung
Gestationsdiabetes ist nach ICD 10 eine Glukosetoleranzstörung, die das erste Mal während der Schwangerschaft auftritt. Dabei handelt es sich um keinen festen Diabetes mellitus. Da es sowohl für die Mutter als auch für die Embryos zu Kurz- und Langzeitschäden kommen kann, ist nach Dr. Helmut Kleinwechter, Sprecher der AG Diabetes und Schwangerschaft der DDG, ein Diagnose-Screening zur Früherkennung eines Gestationsdiabetes medizinisch sinnvoll.
Diabetes in der Schwangerschaft
Gestationsdiabetes / Schwangerschaftsdiabetes
Dr. med. Helmut Kleinwechter
„Es ist notwendig, ein GDM-Screening für jede Schwangere
durchzuführen und das Bewusstsein unter den Gynäkologen für die Durchführung ist vorhanden“, informiert Studienleiter Priv.Doz. Martin Füchtenbusch das Studienergebnis. „Trotzdem ist bekannt, dass das Screening in der Realität zu selten durchgeführt wird“. Ebenso informiert auch Dr. Kleinwechter: „Die Perinatalstatistik der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) zeigt, dass der Schwangerschaftsdiabetes in Deutschland noch immer in mehr als 50 Prozent aller Fälle übersehen wird. Dies hat für Mutter und Kind gravierende Folgen.“ Die Experten sind sich einig, dass Gründe hierfür in der unklaren und uneinheitlichen Vergütungssituation liegen. In den meisten Bundesländern ist das GDM-Screening eine IGeL Leistung. Die Patientinnen zahlen somit zirka 10 bis 30 Euro für ein Screening. Sozial schwächer gestellte Frauen verzichten deshalb auf ein Screening. Die Forderung der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Schwangerschaft der DDG beantragt aus diesem Grund ein GDM-Screening, das als Kassenleistung den Patientinnen angeboten wird und somit sozial schwächer gestellte Patientinnen nicht benachteiligt.

Schwangerschaftsdiabetes - oraler Glukosetoleranztest (oGTT) liefert Diagnosewerte
Nur etwa 71 Prozent der Gynäkologen, die ein Screening durchführen, verwenden dafür den empfohlenen vollständigen oralen Glukosetoleranztest (oGTT) mit 75 g Glukose. 29 Prozent der Gynäkologen wenden zunächst den 1h-Challenge-Test an, der unabhängig von der Tageszeit durchgeführt werden kann, aber nach Meinung der Experten nicht die erforderliche Präzision bietet. Zu bemängeln sei auch, so Studienleiter Füchtenbusch, dass fast die Hälfte der Gynäkologen den Blutzucker im Belastungstest mittels Handblutzuckermessgerät erfasst, anstatt die empfohlene qualitätskontrollierte Laborbestimmung durchzuführen. „Blutzuckermessgeräte eignen sich hervorragend zur Selbstkontrolle im Rahmen der Therapie, nicht jedoch für die Erstdiagnose“, so Füchtenbusch.
Diabetes in der Schwangerschaft
Schwangerschaftsdiabetes - Sceening zur Diagnose in gynäkologischen Arztpraxen
PD Dr. med. Martin Füchtenbusch
Diagnose Gestationsdiabetes - Unsicherheit hinsichtlich der anzuwendenden Grenzwerte
Mehr als 80 Prozent der befragten Gynäkologen gaben an, die Leitlinien-Grenzwerte für den oGTT (Nüchternwert 90 mg/dl, 1-Stundenwert 180 mg/dl, 2-Stundenwert 155 mg/dl, kap.Vollblut) zu verwenden. Fast jeder Fünfte jedoch würde niedrigere Werte ansetzen. Studienleiter Füchtenbusch: „Leider konnte auch die HAPO-Studie (Hyperglycemia and Adverse Pregnancy Outcomes, Erstveröffentlichung: New England Journal of Medicine 2008, May 8;358(19):1991-2002) bis zum jetzigen Zeitpunkt keine verbindliche Antwort auf die Grenzwert-Frage geben, weil sie zeigte, dass das Risiko linear mit den Blutzuckerwerten ansteigt. Ein Schwellenwert, der die Grenze zum Gefährdungsbereich eindeutig markiert, war nicht erkennbar“. Helmut Kleinwechter erwartet dennoch, dass in Kürze eine verbindliche Leitlinie herausgegeben wird.
Diabetes in der Schwangerschaft
Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
Diabetologen sind bereits gut vorbereitet
Die Diabetologen sind gut vorbereitet, sollte jede Schwangere ein GDM-Screening als Kassenleistung erhalten
Diagnostiziert der niedergelassene Gynäkologe ein Gestationsdiabetes, so überweist die große Mehrheit die Patientin an einen Diabetologen. Privatdozent Dr. Martin Füchtenbusch: „Die Studie zeigt, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen und Diabetolgen bereits sehr gut etabliert ist“. Auch im Falle eines generellen Screenings für alle Schwangeren als Kassenleistung sind die Diabetologen bestens vorbereitet. In Deutschland gibt es etwa 10.000 niedergelassene Gynäkologen und rund 1.100 diabetologische Schwerpunktpraxen. Eine gute Versorgung der Patientinnen ist somit sichergestellt. (05/2009)
Quelle
Jahreskongress 2009 der Deutschen Diabetes Gesellschaft
Leipzig
Forum
Erkennung von Diabetes Typ I und Gestationsdiabetes in Deutschland
Sponsor: Bayer HealthCare
Referenten
- Dr. med. Helmut Kleinwechter
Diabetologische Schwerpunktpraxis
Kiel
- PD Dr. med. Martin Füchtenbusch
Oberarzt Städt. Klinik München GmbH
& Institut für Diabetesforschung
Abteilung Endokrinologie, Diabetologie,
Stoffwechsel und Gastroenterologie

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