Medizinhistorische Aspekte zum Geburtstag von Aspirin
Die Bedeutung von Aspirin aus medizinhistorischer SichtThis text will be replaced
Therapie von Kopfschmerzen und Vorbeugung von Herzinfarkten - das Wirkungsspektrum von Aspirin wächst auch nach 110 Jahren
Aspirin wurde ursprünglich als Kopfschmerzmittel und als Fiebermittel genutzt. Heute ist es auch zur Vorbeugung von wiederholtem Herzinfarkt und Schlaganfall weltweit als Goldstandard anerkannt.
Derzeit steht die Erforschung der Primärprophylaxe von Herz- und Hirninfarkt im Vordergrund“, sagt Gerald Peter, Leiter der Kategorie Analgetika/Erkältung, Division Consumer Care der Bayer Vital GmbH. Unter dem Namen ARRIVE (Aspirin to Reduce Risk of Initial Vascular Events) hat Bayer HealthCare 2007 eine der größten klinischen Studien gestartet, die Patienten mit moderatem Herz-Kreislauf-Risiko einschließt. Ziel der Studie ist es, die Wirkung von niedrig-dosiertem Aspirin Protect bei der Primärprophylaxe wissenschaftlich zu untersuchen.
Aspirin - Schmerzmittel mit beachtlicher Historie
Am 10. August 1897 gelang es dem Bayer Chemiker Dr. Felix Hoffmann erstmals, den Wirkstoff von Aspirin, die Acetylsalicylsäure, in einer chemisch reinen und stabilen Form zu synthetisieren. Schon 1,5 Jahre später startete am 06. März 1899 die Acetylsalicylsäure ihre Erfolgsgeschichte: Die Bayer-Marke Aspirin wurde mit der Nummer 36433 in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes in Berlin aufgenommen. Als im Jahre 1900 die erste 500 Milligramm Tablette eingeführt wurde, war Aspirin eines der ersten Medikamente der Welt, das in dieser standardisierten und damit exakt dosierbaren Form erhältlich war.

Auszug aus der Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes in Berlin: Eintrag Nummer 36433 (Quelle: Bayer HealthCare)
Für Aspirin begann mit diesem Tag eine beispiellose Erfolgstour in den industrialisierten Ländern dieser Welt. Gerald Peter: "Aspirin ist weltweit zu einem Synonym für Schmerzmittel geworden, das eine ähnlich hohe Bekanntheit besitzt wie Coca Cola oder Tempo."
Wirkmechanismus der Acetylsalicylsäure entdeckt - Nobelpreis für Medizin an Professor Sir John R. Vane
Mit der Einführung von Aspirin in 1899 und der anschließenden weltweiten erfolgreichen Vermarktung weckte die Acetylsalicylsäure das Interesse der Mediziner und Forscher. Auch wenn seine therapeutische Wirkung in vielen Studien untersucht und umfassend dokumentiert ist, gelang es erst 1971 dem britischen Pharmakologen Professor Sir John R. Vane, den genauen Wirkmechanismus der Acetylsalicylsäure - die Hemmung der Prostaglandinsynthese - herauszufinden. Dafür erhielt er 1982 den Nobelpreis für Medizin. Nach seinen Worten wurde Aspirin durch dieses Ereignis zum „Medikament des Jahrhunderts“.
ASS mit großer therapeutischer Breite - Acetylsalicylsäure hemmt Synthese von Prostaglandinen, Serotonin und Endocannabinoiden
Nachdem John Vane 1971 die Prostaglandinsynthese und ihre Inhibition durch Acetylsalicylsäure entdeckte, konnte in den Folgejahren belegt werden, dass ASS auch andere Botenstoffe, wie das Serotonin und Endocannabinoide im menschlichen Körper hemmt. "Aktuelle Forschungen zeigen ..., dass die Acetylsalicylsäure je nach Schmerzquelle an verschiedenen Schaltstellen der Schmerzbahn angreift", so Prof. Dr. Karsten Schrör, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Nach seinen Worten reicht das therapeutische Spektrum heute vom Einsatz bei Kopfschmerzen, Migräne und anderen akuten Schmerzen wie Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen, als fiebersenkendes und entzündungshemmendes Medikament, bis hin zur lebensrettenden Prophylaxe von wiederholtem Herzinfarkt und Schlaganfall.
Aspirin weltweit in vielen Hausapotheken
Aufgrund seiner Wirksamkeit und Verträglichkeit wird Aspirin von der WHO in der Liste der unentbehrlichen Medikamente geführt. Viele Prominente profitieren von seiner Wirkung, ob Astronaut der Apollo 11 Mond-Mission, Bergsteiger auf dem Mount Everest, Papst, Schauspieler...
Heute zählt das Bayer-Produkt zu den meistverkauften Schmerzmitteln der Welt und wird in über 90 Ländern erfolgreich angeboten. In vielen Hausapotheken gehöhrt Acetysalicylsäure zur Grundausstattung.
Gerald Peter weist darauf hin, dass die Acetysalicylsäure für die Aspirin-Produkte ausschließlich von Bayer selbst hergestellt wird. Peter: "Da die Produktion der Tabletten, Brausetabletten und des Granulats in Bitterfeld erfolgt, ist auch der Bezug zum Qualitätsmerkmal "Made in Germany" zutreffend."
Auch nach 110 Jahren – Aspirin Forschung weiterhin erfolgreich
Der Wirkstoff von Aspirin, die Acetylsalicylsäure (ASS), gilt heute als weltweit meisteingesetztes Schmerzmittel. Zirka 3.500 wissenschaftliche Veröffentlichungen über neue Wirkmechanismen und Indikationsgebiete der Acetylsalicylsäure gibt es jährlich.
Eine Erkenntnis, die Acetylsalicylsäure in den weltweiten Fokus von Kardiologen rückte, war die wissenschaftliche Beobachtung, dass die Acetylgruppe der Acetyl-Salicylsäure die Blutplättchenfunktion hemmt. Diese antithrombotische Wirkung wird heute weltweit zur Reduktion von Herzinfarkten und anderen atherothrombotischen Gefäßverschlüssen genutzt.
Experten sind sich einig: Acetylsalicylsäure wird auch zukünftig für so mancherlei positive Überraschungen, nicht nur bei Medizinern und Wissenschaftlern, sorgen. Der Nobelpreisträger Vane äußerte sich dazu wie folgt: „Kein Arzneimittel auf dieser Welt hat eine so faszinierende und rekordträchtige Geschichte – eine Entwicklung, die noch nicht zu Ende ist.“ (MEDIZIN ASPEKTE, M. Wolff, 03/2009)
Von der Historie bis in die Zukunft - Aspirin auf großem Siegeszug
Auch auf dem Mond ist es bereits gewesen...
Wie alles begann...
Mit freundlicher Unterstützung der Bayer Vital GmbH
Quellen
Pressekonferenz "110 Jahre Aspirin"
Heidelberg, 06.03.2009
Veranstalter: Bayer Vital
Referenten
Derzeit steht die Erforschung der Primärprophylaxe von Herz- und Hirninfarkt im Vordergrund“, sagt Gerald Peter, Leiter der Kategorie Analgetika/Erkältung, Division Consumer Care der Bayer Vital GmbH. Unter dem Namen ARRIVE (Aspirin to Reduce Risk of Initial Vascular Events) hat Bayer HealthCare 2007 eine der größten klinischen Studien gestartet, die Patienten mit moderatem Herz-Kreislauf-Risiko einschließt. Ziel der Studie ist es, die Wirkung von niedrig-dosiertem Aspirin Protect bei der Primärprophylaxe wissenschaftlich zu untersuchen.
Schmerztherapie
Acetylsalicylsäure - Meilensteine in der Entwicklung von Aspirin
Aspirin - Schmerzmittel mit beachtlicher Historie
Am 10. August 1897 gelang es dem Bayer Chemiker Dr. Felix Hoffmann erstmals, den Wirkstoff von Aspirin, die Acetylsalicylsäure, in einer chemisch reinen und stabilen Form zu synthetisieren. Schon 1,5 Jahre später startete am 06. März 1899 die Acetylsalicylsäure ihre Erfolgsgeschichte: Die Bayer-Marke Aspirin wurde mit der Nummer 36433 in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes in Berlin aufgenommen. Als im Jahre 1900 die erste 500 Milligramm Tablette eingeführt wurde, war Aspirin eines der ersten Medikamente der Welt, das in dieser standardisierten und damit exakt dosierbaren Form erhältlich war.

Auszug aus der Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes in Berlin: Eintrag Nummer 36433 (Quelle: Bayer HealthCare)
Für Aspirin begann mit diesem Tag eine beispiellose Erfolgstour in den industrialisierten Ländern dieser Welt. Gerald Peter: "Aspirin ist weltweit zu einem Synonym für Schmerzmittel geworden, das eine ähnlich hohe Bekanntheit besitzt wie Coca Cola oder Tempo."
Wirkmechanismus der Acetylsalicylsäure entdeckt - Nobelpreis für Medizin an Professor Sir John R. Vane
Mit der Einführung von Aspirin in 1899 und der anschließenden weltweiten erfolgreichen Vermarktung weckte die Acetylsalicylsäure das Interesse der Mediziner und Forscher. Auch wenn seine therapeutische Wirkung in vielen Studien untersucht und umfassend dokumentiert ist, gelang es erst 1971 dem britischen Pharmakologen Professor Sir John R. Vane, den genauen Wirkmechanismus der Acetylsalicylsäure - die Hemmung der Prostaglandinsynthese - herauszufinden. Dafür erhielt er 1982 den Nobelpreis für Medizin. Nach seinen Worten wurde Aspirin durch dieses Ereignis zum „Medikament des Jahrhunderts“.
Schmerztherapie
Acetylsalicylsäure - Schmerztherapeutikum, Cardioprotektivum und mehr
ASS mit großer therapeutischer Breite - Acetylsalicylsäure hemmt Synthese von Prostaglandinen, Serotonin und Endocannabinoiden
Nachdem John Vane 1971 die Prostaglandinsynthese und ihre Inhibition durch Acetylsalicylsäure entdeckte, konnte in den Folgejahren belegt werden, dass ASS auch andere Botenstoffe, wie das Serotonin und Endocannabinoide im menschlichen Körper hemmt. "Aktuelle Forschungen zeigen ..., dass die Acetylsalicylsäure je nach Schmerzquelle an verschiedenen Schaltstellen der Schmerzbahn angreift", so Prof. Dr. Karsten Schrör, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Nach seinen Worten reicht das therapeutische Spektrum heute vom Einsatz bei Kopfschmerzen, Migräne und anderen akuten Schmerzen wie Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen, als fiebersenkendes und entzündungshemmendes Medikament, bis hin zur lebensrettenden Prophylaxe von wiederholtem Herzinfarkt und Schlaganfall.
Schmerztherapie
Medizinhistorische Aspekte zum Geburtstag von Aspirin
Aspirin weltweit in vielen Hausapotheken
Aufgrund seiner Wirksamkeit und Verträglichkeit wird Aspirin von der WHO in der Liste der unentbehrlichen Medikamente geführt. Viele Prominente profitieren von seiner Wirkung, ob Astronaut der Apollo 11 Mond-Mission, Bergsteiger auf dem Mount Everest, Papst, Schauspieler...
Heute zählt das Bayer-Produkt zu den meistverkauften Schmerzmitteln der Welt und wird in über 90 Ländern erfolgreich angeboten. In vielen Hausapotheken gehöhrt Acetysalicylsäure zur Grundausstattung.
Gerald Peter weist darauf hin, dass die Acetysalicylsäure für die Aspirin-Produkte ausschließlich von Bayer selbst hergestellt wird. Peter: "Da die Produktion der Tabletten, Brausetabletten und des Granulats in Bitterfeld erfolgt, ist auch der Bezug zum Qualitätsmerkmal "Made in Germany" zutreffend."
Auch nach 110 Jahren – Aspirin Forschung weiterhin erfolgreich
Der Wirkstoff von Aspirin, die Acetylsalicylsäure (ASS), gilt heute als weltweit meisteingesetztes Schmerzmittel. Zirka 3.500 wissenschaftliche Veröffentlichungen über neue Wirkmechanismen und Indikationsgebiete der Acetylsalicylsäure gibt es jährlich.
Eine Erkenntnis, die Acetylsalicylsäure in den weltweiten Fokus von Kardiologen rückte, war die wissenschaftliche Beobachtung, dass die Acetylgruppe der Acetyl-Salicylsäure die Blutplättchenfunktion hemmt. Diese antithrombotische Wirkung wird heute weltweit zur Reduktion von Herzinfarkten und anderen atherothrombotischen Gefäßverschlüssen genutzt.
Experten sind sich einig: Acetylsalicylsäure wird auch zukünftig für so mancherlei positive Überraschungen, nicht nur bei Medizinern und Wissenschaftlern, sorgen. Der Nobelpreisträger Vane äußerte sich dazu wie folgt: „Kein Arzneimittel auf dieser Welt hat eine so faszinierende und rekordträchtige Geschichte – eine Entwicklung, die noch nicht zu Ende ist.“ (MEDIZIN ASPEKTE, M. Wolff, 03/2009)
Von der Historie bis in die Zukunft - Aspirin auf großem Siegeszug
Auch auf dem Mond ist es bereits gewesen...
Wie alles begann...
- 1897 - Im Bayer-Labor in Wuppertal synthetisiert der Chemiker Dr. Felix Hoffmann zum ersten Mal die Acetylsalicylsäure in chemisch reiner und somit auch reproduzierbarer und haltbarer Form; die Basis für das erste deutsche Fertigarzneimittel war geschaffen
- 1899 - die Bayer-Marke Aspirin wird mit der Nummer 36433 in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes in Berlin aufgenommen
- 1899 - Aspirin kommt als Pulver auf den Markt und wird in großen Glasflaschen von Bayer an die Apotheken geliefert. In den Apotheken werden kleine Papiertütchen mit 500 mg des Pulvers an die Kunden verkauft.
- 1900 - Bayer bietet das Analgetikum als eines der ersten Medikamente überhaupt in der klassischen Tablettenform an.
- 1909 – Nur 10 Jahre nach der Einführung macht Bayer zirka 30 Prozent seines weltweiten Umsatzes mit Aspirin in den USA. Ein Jahr später ist es bereits mehr als ein Drittel. Die Marke ist damit eines der zehn am häufigsten verschriebenen Medikamente in Amerika.
- 1924 - Aspirin wird weltweit bekannt. Weltweit findet eine einzigartige Werbekampagne auf Fahrzeugen für das Bayer-Produkt statt. Das innovtive Medikament ist in aller Munde.
- 1950 - Aspirin taucht erstmals als meistverkauftes Schmerzmittel im Guiness Buch der Rekorde auf.
- 1969 - Aspirin fliegt an Bord der Raumfähre Apollo 11 sogar bis zum Mond.
- 1971 - Der britische Pharmakologe Sir John R. Vane findet das Wirkprinzip der Acetylsalicylsäure heraus.
- 1977 - Eine amerikanische Studie belegt erstmals, dass Acetylsalicylsäure Schlaganfällen vorbeugen kann.
- 1999 - Aspirin feiert seinen 100. Geburtstag!
- heute - Aspirin - immer für Sie da: www.aspirin.de
Mit freundlicher Unterstützung der Bayer Vital GmbH
Quellen
Pressekonferenz "110 Jahre Aspirin"
Heidelberg, 06.03.2009
Veranstalter: Bayer Vital
Referenten
- Gerald Peter
Leiter der Kategorie Analgetika/Erkältung,
Division Consumer Care, Bayer Vital GmbH
„Aspirin – eine Geschichte mit Zukunft“
mehr über Aspirin unter www.aspirin.de
- Professor Dr. Karsten Schrör
Direktor des Instituts für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie,
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
„Die Schmerzbehandlung im Wandel der Zeit“
Die Bedeutung von Aspirin aus medizinhistorischer Sicht

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