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Halitosis (Mundgeruch) - Neue Lösung für folgenschweres Gesundheitsproblem
Was verursacht Mundgeruch und wie stelle ich ihn fest?Mundgeruch behandeln - Mit Mundspülung ohne Alkohol erfolgreich gegen Halitosis
Mundgeruch – Die meisten von uns hatten ihn mindestens schon einmal: Mundgeruch, von Zahnärzten und Ärzten lateinisch auch als Halitosis bezeichnet. Bei 90% der Betroffenen entsteht Mundgeruch durch enzymatische Abbauprozesse in der Mundhöhle. Bei den übrigen Patienten sind andere Krankheiten die Ursache. Das können Störungen des Hals-Nasen-Bereichs sein, aber auch des Ohrenbereichs oder internistische Erkrankungen. Wer Mundgeruch hat, ist nicht allein, denn mehr als 20 Millionen Bürger haben gelegentlich Mundgeruch und mehr als 4,8 Millionen leiden unter dauerhafter Halitosis. Doch obwohl so viele Personen Mundgeruch haben, handelt es sich um ein Tabu-Thema. Es ist uns peinlich und wir genieren uns, das Thema anzusprechen und dem Betroffenen mit einem Hinweis zu helfen. In schweren Fällen kann es bei den Betroffenen durch die Halitosis zusätzlich zu psychischen Störungen kommen.
Mundgeruch: Ursache
Verursacher der Halitosis sind Bakterien. Das ist nichts beunruhigendes, denn Jeder von uns hat Bakterien im Mund. Jeder von uns benötig Bakterien im Mund für die Verdauung der Nahrung. Durch das Kauen wird diese mechanisch zerkleinert und Enzyme unseres Speichels übernehmen die erste chemische Zerkleinerung. Eine gesunde Bakterien-Flora unterstützt dabei die enzymatischen Prozesse in unserem Mund.

Abb.: Die Zunge ist keineswegs glatt. Sie besteht in der obersten Schicht aus einer Schleimhaut, auf der Papillen sitzen, mit denen wir die Nahrung mechanisch bearbeiten aber auch schmecken können. Zwischen den Papillen setzen sich leicht organische Stoffe ab. Dazu gehören neben Essenresten auch Bakterien. 60-80% der Bakterien, durch die in der Mundhöhle Mundgeruch entsteht, haften auf der Zunge. (Bild-Quelle: mit freundlicher Genehigung der Gaba GmbH, 04/2009)
Ist das natürliche Gleichgewicht in der Mundhöhle gestört und nimmt eine bestimmte Gruppe von Bakterien überhand, die flüchtige Schwefelverbindungen frei setzen, dann beginnt es aus unserem Mund zu riechen. Beim Mundgeruch sind es vor allem die „volatile sulphur componds" (VSC), die von unserem Gesprächspartner als Mundgeruch wahrgenommen werden. VSC sind Schwefelverbindungen, die von den Riechnerven in der Nase wahrgenommen werden und die Meßgrößen, sogenannten organoleptischen Werte, ansteigen lassen.
Mundgeruch: Diagnose
In der Klink stehen Gaschromatographen oder Sulfidmonitore zur Verfügung, um die flüchtigen Schwefelverbindungen zu messen. Für die tägliche Praxis gibt es keine gängigen und akzeptierte Lösungen. Da Personen mit Mundgeruch ihn nicht selbst riechen können, sind sie auf dritte angewiesen. Dann ist die Diagnose recht einfach: die Riechprobe entscheidet über den Schweregrad:
Wahrnehmung von unangenehmem Geruch, wenn der Patient normal laut spricht:
• Im Abstand von 1 m: Schweregrad 3 = hoher Schweregrad
• Im Astand von 30 cm: Schweregrad 2 = mittlerer Schweregrad
• Im Abstand von 10 cm: Schweregrad 1
(Quelle: Wirksamer Schutz vor Mundgeruch, Gaba, 2009)
Mundgeruch im Alter häufiger
Mundgeruch kann in jedem Alter auftreten, so dass Kinder wie Senioren Mundgeruch haben können. Jedoch ist Mundgeruch bei Älteren häufiger vertreten. Zum einen hängt das mit altersbedingter mangelnder Mundhygiene zusammen, zum anderen aber auch mit einer Mundtrockenheit, zu der es bei älteren Menschen häufiger kommt, da sie einfach zu wenig trinken. Spezielle Auslöser der Mundtrockenheit können nach Prof. Dr. Filippi, Hochschule Basel, auch Chemo- und Strahlentherapie sein, Speicheldrüsenerkrankungen und Speicheldrüsenoperationen. Ebenso sind Stress, Medikamente, Rauchen und Kaffee sind als Ursache einer Mundtrockenheit bekannt. Bei Kindern und Jugendlichen sind häufig Zahnspangen die Ursache des Übels. Denn hinter den Spangen lagern sich besonders leicht Speisereste an. Die Therapie mag einfach erscheinen, sollte jedoch immer von einem (Zahn-)Arzt, der am besten auf Mundgeruch spezialisiert ist, initiiert und begleitet werden.
Therapie der Mundtrockenheit
Mundegeruch – Mundspüllösung in vielen Fällen hilfreich
Mundspüllösungen gibt es viele. Sie haben zum einen das Ziel, Geruch sowie Geschmack zu neutralisieren bzw. zu erfrischen. Mit bakterizid wirkenden Komponenten wird ferner gegen die erhöhte Keimzahl der VSC produzierenden Bakterien angegangen. Gängig wird hierzu Chlorhexidin eingesetzt, das die Bakterien abtötet. Da sich bei der längeren Anwendung von Chlorhexidin aber Zähne und Zunge verfärben können, eignet sich Chlorhexidin nicht zur Daueranwendung als Mundspüllösung. Eine neue Mundspüllösung der Firma Gaba nutzt Aminfluorid und Zinnfluorid, Zinklaktat und patentierte Wirkstoffe zur Hemmung von Mundgeruch.
Aminfluorid, Zinnfluorid, Zinklaktat - mit Erfolg gegen Mundgeruch
Aminfluorid und Zinnfluorid inaktivieren geruchsaktive Bakterien in der Mundhöhle und der Fluoranteil schütz gleichzeitig die Zähne. Zinklaktat neutralisiert geruchsbildende Schwefelverbindungen, die durch den Abbau der schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin entstehen. Da durch eine neue, patentierte Kombination aus aromatischen Verbindungen und enzymhemmenden Wirkstoffen auf Chlorhexidin verzichtet werden kann, eignet sich nach Angaben von Bärbel Kiene, Director Scientific Affairs bei GABA International, die neue Mundspüllösung auch für die Dauerbehandlung, ohne dass es zu Verfärbungen des Zahnfleisch und der Zähne kommt. Vorteilhaft ist ebenfalls, dass die neue Lösung alkoholfrei ist.
Sind jedoch defekte Kronen, Füllungsränder, Karies oder eine schlecht sitzende Zahnprothese die Ursache für Mundgeruch, dann muss der Zahnarzt das Problem zahnmedizinisch lösen.
Mundgeruch darf kein Tabuthema sein
Mundgeruch ist für jeden Beteiligten in unserer Gesellschaft peinlich . Daher gilt es, das Thema zu enttabuisieren, so PD Dr.Rainer Seemann, Bern: „Es muss auch dem Zahnarzt wichtig sein, dass er das Thema von sich aus anspricht.“ Denn die meisten Patienten sind froh, wenn sie auf ihr Problem aufmerksam gemacht werden und ihnen kompetent geholfen wird. Wer glaubt, Mundgeruch zu haben, sollte das Thema auch von sich aus direkt und ohne Scham beim Zahnarzt ansprechen.
Quelle
Halitosis - Neue Lösung für folgenschweres Gesundheitsproblem
Pressekonferenz anläßlich des ISBOR-Kongresses 2009
Dortmund
Veranstalter: Gaba GmbH
Referenten
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Mundgeruch: Ursache
Verursacher der Halitosis sind Bakterien. Das ist nichts beunruhigendes, denn Jeder von uns hat Bakterien im Mund. Jeder von uns benötig Bakterien im Mund für die Verdauung der Nahrung. Durch das Kauen wird diese mechanisch zerkleinert und Enzyme unseres Speichels übernehmen die erste chemische Zerkleinerung. Eine gesunde Bakterien-Flora unterstützt dabei die enzymatischen Prozesse in unserem Mund.

Abb.: Die Zunge ist keineswegs glatt. Sie besteht in der obersten Schicht aus einer Schleimhaut, auf der Papillen sitzen, mit denen wir die Nahrung mechanisch bearbeiten aber auch schmecken können. Zwischen den Papillen setzen sich leicht organische Stoffe ab. Dazu gehören neben Essenresten auch Bakterien. 60-80% der Bakterien, durch die in der Mundhöhle Mundgeruch entsteht, haften auf der Zunge. (Bild-Quelle: mit freundlicher Genehigung der Gaba GmbH, 04/2009)
Ist das natürliche Gleichgewicht in der Mundhöhle gestört und nimmt eine bestimmte Gruppe von Bakterien überhand, die flüchtige Schwefelverbindungen frei setzen, dann beginnt es aus unserem Mund zu riechen. Beim Mundgeruch sind es vor allem die „volatile sulphur componds" (VSC), die von unserem Gesprächspartner als Mundgeruch wahrgenommen werden. VSC sind Schwefelverbindungen, die von den Riechnerven in der Nase wahrgenommen werden und die Meßgrößen, sogenannten organoleptischen Werte, ansteigen lassen.
Mundgeruch: Diagnose
In der Klink stehen Gaschromatographen oder Sulfidmonitore zur Verfügung, um die flüchtigen Schwefelverbindungen zu messen. Für die tägliche Praxis gibt es keine gängigen und akzeptierte Lösungen. Da Personen mit Mundgeruch ihn nicht selbst riechen können, sind sie auf dritte angewiesen. Dann ist die Diagnose recht einfach: die Riechprobe entscheidet über den Schweregrad:
Wahrnehmung von unangenehmem Geruch, wenn der Patient normal laut spricht:
• Im Abstand von 1 m: Schweregrad 3 = hoher Schweregrad
• Im Astand von 30 cm: Schweregrad 2 = mittlerer Schweregrad
• Im Abstand von 10 cm: Schweregrad 1
(Quelle: Wirksamer Schutz vor Mundgeruch, Gaba, 2009)
Mundgeruch im Alter häufiger
Mundgeruch kann in jedem Alter auftreten, so dass Kinder wie Senioren Mundgeruch haben können. Jedoch ist Mundgeruch bei Älteren häufiger vertreten. Zum einen hängt das mit altersbedingter mangelnder Mundhygiene zusammen, zum anderen aber auch mit einer Mundtrockenheit, zu der es bei älteren Menschen häufiger kommt, da sie einfach zu wenig trinken. Spezielle Auslöser der Mundtrockenheit können nach Prof. Dr. Filippi, Hochschule Basel, auch Chemo- und Strahlentherapie sein, Speicheldrüsenerkrankungen und Speicheldrüsenoperationen. Ebenso sind Stress, Medikamente, Rauchen und Kaffee sind als Ursache einer Mundtrockenheit bekannt. Bei Kindern und Jugendlichen sind häufig Zahnspangen die Ursache des Übels. Denn hinter den Spangen lagern sich besonders leicht Speisereste an. Die Therapie mag einfach erscheinen, sollte jedoch immer von einem (Zahn-)Arzt, der am besten auf Mundgeruch spezialisiert ist, initiiert und begleitet werden.
Therapie der Mundtrockenheit
- Mundhöhle mit Getränken, z.B. Wasser und feuchter Nahrung, ausreichend feucht halten
- Medikamente durch den Arzt auswechseln lassen
- Rauchen stoppen und Kaffeegenuss reduzieren
Halitosis (Mundgeruch) - Neue Lösung für folgenschweres Gesundheitsproblem
Prof.Dr. med. dent. Andreas Filippi
Mundegeruch – Mundspüllösung in vielen Fällen hilfreich
Mundspüllösungen gibt es viele. Sie haben zum einen das Ziel, Geruch sowie Geschmack zu neutralisieren bzw. zu erfrischen. Mit bakterizid wirkenden Komponenten wird ferner gegen die erhöhte Keimzahl der VSC produzierenden Bakterien angegangen. Gängig wird hierzu Chlorhexidin eingesetzt, das die Bakterien abtötet. Da sich bei der längeren Anwendung von Chlorhexidin aber Zähne und Zunge verfärben können, eignet sich Chlorhexidin nicht zur Daueranwendung als Mundspüllösung. Eine neue Mundspüllösung der Firma Gaba nutzt Aminfluorid und Zinnfluorid, Zinklaktat und patentierte Wirkstoffe zur Hemmung von Mundgeruch.
Aminfluorid, Zinnfluorid, Zinklaktat - mit Erfolg gegen Mundgeruch
Aminfluorid und Zinnfluorid inaktivieren geruchsaktive Bakterien in der Mundhöhle und der Fluoranteil schütz gleichzeitig die Zähne. Zinklaktat neutralisiert geruchsbildende Schwefelverbindungen, die durch den Abbau der schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin entstehen. Da durch eine neue, patentierte Kombination aus aromatischen Verbindungen und enzymhemmenden Wirkstoffen auf Chlorhexidin verzichtet werden kann, eignet sich nach Angaben von Bärbel Kiene, Director Scientific Affairs bei GABA International, die neue Mundspüllösung auch für die Dauerbehandlung, ohne dass es zu Verfärbungen des Zahnfleisch und der Zähne kommt. Vorteilhaft ist ebenfalls, dass die neue Lösung alkoholfrei ist.
Sind jedoch defekte Kronen, Füllungsränder, Karies oder eine schlecht sitzende Zahnprothese die Ursache für Mundgeruch, dann muss der Zahnarzt das Problem zahnmedizinisch lösen.
Mundgeruch darf kein Tabuthema sein
Mundgeruch ist für jeden Beteiligten in unserer Gesellschaft peinlich . Daher gilt es, das Thema zu enttabuisieren, so PD Dr.Rainer Seemann, Bern: „Es muss auch dem Zahnarzt wichtig sein, dass er das Thema von sich aus anspricht.“ Denn die meisten Patienten sind froh, wenn sie auf ihr Problem aufmerksam gemacht werden und ihnen kompetent geholfen wird. Wer glaubt, Mundgeruch zu haben, sollte das Thema auch von sich aus direkt und ohne Scham beim Zahnarzt ansprechen.
Quelle
Halitosis - Neue Lösung für folgenschweres Gesundheitsproblem
Pressekonferenz anläßlich des ISBOR-Kongresses 2009
Dortmund
Veranstalter: Gaba GmbH
Referenten
- Prof. Dr. med. dent. Andreas Filippi
Universität Basel
Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Oralchirurgie
- PD Dr. med. dent. MBA Rainer Seemann
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