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Paradigmenwechsel in der Therapie der Chronisch-Lymphatischen Leukämie (CLL) Chronisch-Lymphatische Leukämie: Cytogenetische Aspekte zur Diagnostik |
Paradigmenwechsel in der Therapie der Chronisch-Lymphatischen Leukämie (CLL) |


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ADHS | Allergien | Alzheimer-Demenz | Arthrose | Bluthochdruck | Bronchitis | Brustkrebs | Bulemie | COPD | Darmkrebs | Depressionen | Diabetes | Dreitagefieber | Durchfall | Epilepsie | Erkältungen | Fieberkrämpfe | Fusspilz | Gicht | Grippe | Hämorrhoiden | Harninkontinenz | Herzinsuffizienz | Heuschnupfen | Husten | Hypertonie | Impotenz | Inkontinenz | Kopfschmerzen | Krampfadern | Lausbefall | Masern | Migräne | Nagelpilz | Nesselsucht | Osteoporose | Prostataleiden | Rückenschmerzen | Rheuma | Schizophrenie | Schlafkrankheit | Schnarchen | Schuppen | Schuppenflechte | Schwangerschaft | Stottern | Vorhautverengung | Warzen | Zahngesundheit | Zeckenbiss
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Non-Hodgkin-Lymphom: Targeted Therapy mit Antikörper Rituximab führt zum Paradigmenwechsel in der Leukämie-Therapie verschiedener Formen des NHL
Non-Hodgkin-Lymphom - Die Therapie der Leukämie hat sich in den letzten Jahren dramatisch gewandelt. Stand über Jahrzehnte neben der Bestrahlung die Behandlung mit Chemotherapeutika und die Stammzelltransplantation im Vordergrund, haben sich durch die Targeted Therapy mit Antikörpern innovative Optionen ergeben, die sich in umfangreichen internationalen Studien als sehr erfolgreich erwiesen haben.
Einer dieser Antikörper ist Rituximab, der als erster biologischer Wirkstoff in der Hämatologie zur Therapie lymphatischer Erkrankungen bereits 1998 zugelassen wurde.
Der Antikörper wirkt selektiv und bindet an kranke, in ihrer Funktion eingeschränkte B-Lymphozyten, die bei Leukämien und Lymphomen vermehrt auftreten und charakteristisch sind. Ort der Bindung ist das Rezeptormolekül CD-20. Dieses Protein CD-20 sitzt auf der Zelloberfläche kranker B-Lymphozyten und ermöglicht die Bindung von Rituximab. Der Komplex aus kranker B-Zelle und dem gebundenen Rituximab kann nunmehr von gesunden B-Zellen des Immunsystems als fremd erkannt und zerstört werden.
Die zerstörten kranken B-Lymphozyten werden im Folgezeitraum von 9-12 Monaten durch gesunde B-Zellen ersetzt. Dieser Wirkmechanismus wird in der Hämatologie zur Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL), einer Gruppe der Leukämie, bereits erfolgreich eingesetzt, wie internationale Studien belegen. Im Vergleich zur ausschließlichen Chemotherapie führt im Klinik-Einsatz die Ergänzung der bisherigen Chemotherapie durch Rituximab sowohl in der Erstbehandlung als auch bei Patienten mit erneutem Krankheitsschub im Mittel zu doppelt so langen krebsfreien Zeiträumen (Remissionszeit). Neben der Verlängerung der Remissionszeit, der beschwerdefreien Phase, ist außerdem die Lebensverlängerung ein entscheidendes Kriterium, nicht nur für den Patienten.
Non-Hodgkin-Lymphom: Therapie mit Rituximab wird zum Standard in der First-Line-Therapie
Rituximab wird sowohl bei der follikulären NHL als auch bei der aggressiven NHL erfolgreich zur Ergänzung der Chemotherapie eingesetzt. Da sich der Antikörper Rituximab in der First-Line Therapie verschiedener Formen der NHL etablieren konnte, wird in der Klink zu recht von einem Paradigmenwechsel gesprochen. In der Zwischenzeit ist die AK-Therapie mit Rituximab als Standard anerkannt und wird in den DGHO-Leitlinien zur NHL-Behandlung empfohlen.
Den internationalen Forschungseinheiten geben diese Erfolge die Sicherheit, an der Weiterentwicklung einer Targeted Therapy weiterzuarbeiten. Der Einsatz von Rituximab zur Therapie der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) ist ein logischer nächster Schritt.
CLL-8 Studie: Ergebnisse als Basis der Zulassung von Rituximab zur Therapie der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL)
Ergebnisse der CLL-8 Studie, vorgestellt auf der 50. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) zeigen bei der CLL nicht nur ein doppelt so gutes Ansprechen der Therapiekombination mit Rituximab (Fludarabin+Cyclophosphamid+Rutuximab) gegen über der bisherigen Kombination aus Fludarabin+Cyclophosphamid ( 44,5% gegenüber 22,9%). Auch die Zahl der Komplettremissionen nehmen ebenfalls zu. Prof. Hallek: „Die Addition von Rituximab zur Chemotherapie bewirkt also einen Shift von den partiellen hin zu Komplettremissionen“.
CLL8-Studie: Auch ältere Patenten profitieren von der AK-Therapie
Die CLL8-Studie ist eine internationale Studie. Durchgeführt wurde sie in 191 Studienzentren, die sich auf 11 Länder verteilten. Dabei wurden 817 Patienten mit unbehandelter chronisch- lymphatischer Leukämie (CLL) eingeschlossen. In dieser randomisierten Studie erhielten die Patienten entweder Rituximab in Kombination mit einer FC-Chemotherapie (Fludarabin und Cyclophosphamid), das sogenannte FCR-Regime, oder die alleinige Chemotherapie.
Entgegen den Erwartungen wurde die Therapie mit Rituximab gut vertragen. Neue oder unerwartete Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Beachtenswert war, dass mit der Senkung der Leukozyten keine erhöhte Zahl an bakteriellen Infektionen einherging. „Das FCR-Regime kann also in der Erstlinientherapie der CLL sicher verabreicht werden“, betonte Prof. Hallek.
Diese Aussage gelte auch für ältere Patienten: Die Nebenwirkungsraten mit dem FCR Regime waren bei den über 70-Jährigen nicht höher als bei jüngeren Studienteilnehmern. Anders im Kontrollarm: Hier traten schwere Nebenwirkungen vom Grad 3/4 wie Neutropenien und bakterielle Infektionen bei den Älteren häufiger auf als bei den unter 70-Jährigen.
Fazit: Die CLL-Therapie mit Rituximab wird neuer Therapiestandard
Aufgrund der hohen Rate kompletter Remissionen und der Verlängerung des progressionsfreien Überlebens ist das Rituximab-Regime FCR dem FC-Protokoll eindeutig überlegen, resümierte Hallek. Zudem werde der Zusatz von Rituximab auch von älteren Patienten gut vertragen. Auf Basis dieser Ergebnisse klassifizierte der Onkologe das FCR-Regime als neuen Standard in der Erstlinientherapie der CLL für körperlich fitte Patienten. (MEDIZIN ASPEKTE Dr. Joachim Wolff 01/2009)
Lesen Sie auch
Leukämie: Veränderungen an Chromosomen helfen bei Diagnose und Therapie
Quellen
Hallek M et al. 50th ASH Annual Meeting, San Francisco, 6. - 9. Dezember 2008; Abstr. #325
Vorträge der Post ASH Pressekonferenz 2009
Neues vom ASH: Paradigmenwechsel in der CLL
Veranstalter: Roche Pharma AG
Einer dieser Antikörper ist Rituximab, der als erster biologischer Wirkstoff in der Hämatologie zur Therapie lymphatischer Erkrankungen bereits 1998 zugelassen wurde.
Status zur Zulassung von Rituximab nach dem ASH 2008
Der Antikörper wirkt selektiv und bindet an kranke, in ihrer Funktion eingeschränkte B-Lymphozyten, die bei Leukämien und Lymphomen vermehrt auftreten und charakteristisch sind. Ort der Bindung ist das Rezeptormolekül CD-20. Dieses Protein CD-20 sitzt auf der Zelloberfläche kranker B-Lymphozyten und ermöglicht die Bindung von Rituximab. Der Komplex aus kranker B-Zelle und dem gebundenen Rituximab kann nunmehr von gesunden B-Zellen des Immunsystems als fremd erkannt und zerstört werden.
Die zerstörten kranken B-Lymphozyten werden im Folgezeitraum von 9-12 Monaten durch gesunde B-Zellen ersetzt. Dieser Wirkmechanismus wird in der Hämatologie zur Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL), einer Gruppe der Leukämie, bereits erfolgreich eingesetzt, wie internationale Studien belegen. Im Vergleich zur ausschließlichen Chemotherapie führt im Klinik-Einsatz die Ergänzung der bisherigen Chemotherapie durch Rituximab sowohl in der Erstbehandlung als auch bei Patienten mit erneutem Krankheitsschub im Mittel zu doppelt so langen krebsfreien Zeiträumen (Remissionszeit). Neben der Verlängerung der Remissionszeit, der beschwerdefreien Phase, ist außerdem die Lebensverlängerung ein entscheidendes Kriterium, nicht nur für den Patienten.
Non-Hodgkin-Lymphom: Therapie mit Rituximab wird zum Standard in der First-Line-Therapie
Rituximab wird sowohl bei der follikulären NHL als auch bei der aggressiven NHL erfolgreich zur Ergänzung der Chemotherapie eingesetzt. Da sich der Antikörper Rituximab in der First-Line Therapie verschiedener Formen der NHL etablieren konnte, wird in der Klink zu recht von einem Paradigmenwechsel gesprochen. In der Zwischenzeit ist die AK-Therapie mit Rituximab als Standard anerkannt und wird in den DGHO-Leitlinien zur NHL-Behandlung empfohlen.
Den internationalen Forschungseinheiten geben diese Erfolge die Sicherheit, an der Weiterentwicklung einer Targeted Therapy weiterzuarbeiten. Der Einsatz von Rituximab zur Therapie der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) ist ein logischer nächster Schritt.
Studienergebnisse zur Therapie der CLL
CLL-8 Studie: Ergebnisse als Basis der Zulassung von Rituximab zur Therapie der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL)
Ergebnisse der CLL-8 Studie, vorgestellt auf der 50. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) zeigen bei der CLL nicht nur ein doppelt so gutes Ansprechen der Therapiekombination mit Rituximab (Fludarabin+Cyclophosphamid+Rutuximab) gegen über der bisherigen Kombination aus Fludarabin+Cyclophosphamid ( 44,5% gegenüber 22,9%). Auch die Zahl der Komplettremissionen nehmen ebenfalls zu. Prof. Hallek: „Die Addition von Rituximab zur Chemotherapie bewirkt also einen Shift von den partiellen hin zu Komplettremissionen“.
CLL8-Studie: Auch ältere Patenten profitieren von der AK-Therapie
Die CLL8-Studie ist eine internationale Studie. Durchgeführt wurde sie in 191 Studienzentren, die sich auf 11 Länder verteilten. Dabei wurden 817 Patienten mit unbehandelter chronisch- lymphatischer Leukämie (CLL) eingeschlossen. In dieser randomisierten Studie erhielten die Patienten entweder Rituximab in Kombination mit einer FC-Chemotherapie (Fludarabin und Cyclophosphamid), das sogenannte FCR-Regime, oder die alleinige Chemotherapie.
Entgegen den Erwartungen wurde die Therapie mit Rituximab gut vertragen. Neue oder unerwartete Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Beachtenswert war, dass mit der Senkung der Leukozyten keine erhöhte Zahl an bakteriellen Infektionen einherging. „Das FCR-Regime kann also in der Erstlinientherapie der CLL sicher verabreicht werden“, betonte Prof. Hallek.
Paradigmenwechsel in der Therapie der Chronisch-Lymphatischen Leukämie (CLL)
Diese Aussage gelte auch für ältere Patienten: Die Nebenwirkungsraten mit dem FCR Regime waren bei den über 70-Jährigen nicht höher als bei jüngeren Studienteilnehmern. Anders im Kontrollarm: Hier traten schwere Nebenwirkungen vom Grad 3/4 wie Neutropenien und bakterielle Infektionen bei den Älteren häufiger auf als bei den unter 70-Jährigen.
Fazit: Die CLL-Therapie mit Rituximab wird neuer Therapiestandard
Aufgrund der hohen Rate kompletter Remissionen und der Verlängerung des progressionsfreien Überlebens ist das Rituximab-Regime FCR dem FC-Protokoll eindeutig überlegen, resümierte Hallek. Zudem werde der Zusatz von Rituximab auch von älteren Patienten gut vertragen. Auf Basis dieser Ergebnisse klassifizierte der Onkologe das FCR-Regime als neuen Standard in der Erstlinientherapie der CLL für körperlich fitte Patienten. (MEDIZIN ASPEKTE Dr. Joachim Wolff 01/2009)
Lesen Sie auch
Leukämie: Veränderungen an Chromosomen helfen bei Diagnose und Therapie
Quellen
Hallek M et al. 50th ASH Annual Meeting, San Francisco, 6. - 9. Dezember 2008; Abstr. #325
Vorträge der Post ASH Pressekonferenz 2009
Neues vom ASH: Paradigmenwechsel in der CLL
Veranstalter: Roche Pharma AG
- Antikörpertherapie mit Rituximab in der Hämatologie:
Gegenwart und Zukunft
Dr. Oliver Bleck, BU Leitung Hämatologie
Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
- Neues vom ASH: aktuelle Studienergebnisse zur chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL)
Daten der CLL8-Studie
Professor Dr. Michael Hallek,
Direktor der Klinik I für Innere Medizin,
Universitätsklinik zu Köln
- Längeres krankheitsfreies Überleben bei der CLL
Nutzen für den Patienten – eine Kasuistik
Dr. Barbara Eichhorst,
Klinik I für Innere Medizin,
Universitätsklinik zu Köln
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